Massive Polizeipräsenz bei Düsseldorfer "Querdenken"-Demo

Teilnehmer und Polizeibeamte auf der Demo in Düsseldorf

Massive Polizeipräsenz bei Düsseldorfer "Querdenken"-Demo

Von Peter Hild

Hunderte Polizisten waren in der Düsseldorfer Innenstadt im Einsatz, um die Kundgebung der Initiative "Querdenken" und Gegenproteste auseinanderzuhalten.

Zur "Querdenken"-Demo im Rheinpark Golzheim sind am Sonntag rund 1.500 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Unter anderem auch der Gründer der Initiative, Michael Ballweg aus Stuttgart.

Auch mehrere rechte und rechtsextreme Gruppen hatten sich erneut unter die Teilnehmer gemischt, unter anderem von der sogenannten Bruderschaft Deutschland, der Partei "Die Rechte" aus Dortmund sowie aus der gewaltbereiten Hooligan- und Neonazi-Szene. Vereinzelt wurden Störer der Kundgebung von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Gegenproteste in der Altstadt

Bereits vor dem Start der "Querdenken"-Demo hatten sich am Sonntagmittag rund 1.500 Teilnehmer zu einer Gegenkundgebung in der Altstadt versammelt, darunter auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften und Kultur. Aufgerufen dazu hatte das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer". Sie demonstrierten vor allem dagegen, dass sich die "Querdenken"-Bewegung nicht von rechten und rechtsextremen Gruppen distanziere, die häufig auf deren Kundgebungen anzutreffen sind.

Massive Polizeipräsenz

Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften und einer Reiterstaffel im Einsatz, ein Hubschrauber kreiste über dem Geschehen, Räumpanzer und Wasserwerfer standen bereit. Immer wieder versuchten sich kleinere Gruppen aus beiden Kundgebungen zu lösen, die der Antifa- und der gewaltbereiten Hooliganszene zugerechnet werden.

Nach dem Ende der "Querdenken"-Demo am Abend sprach die Polizei von einem weitgehend störungsfreien Verlauf, auch bei der Abreise der Teilnehmer. Größere Zwischenfälle wurden nicht bekannt. Auch in Sachen Maskenpflicht und Abstandsgebot habe es nur vereinzelte Verstöße gegeben.

Stand: 06.12.2020, 20:43