Prozess gegen Profi-Boxer in Düsseldorf

Ein Person erhebt zwei Boxhandschuhe.

Prozess gegen Profi-Boxer in Düsseldorf

  • Anklage wegen Erpressung und Körperverletzung
  • Mann soll Mitglied eines arabischen Clans sein
  • Boxer wurde am Frankfurter Flughafen verhaftet

Am Dienstag (07.07.2020) sollte vor dem Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen einen Profi-Boxer beginnen. Der 28-Jährige soll Mitglied des arabischen Al-Zein-Clans sein – einer der berüchtigsten Clans Deutschlands. Den Beginn des Prozesses musste das Gericht jedoch verschieben.

Angriff gegen Türsteher

Die Anklage umfasst zehn Taten. Neben Waffenverstößen soll der Boxer Anfang August 2019 gemeinsam mit anderen im Düsseldorfer Hafen einen Türsteher niedergeschlagen und auf ihn eingetreten haben. Ein Jahr zuvor soll er in Berlin einen Mann massiv bedroht und ihm über 400.000 Euro abgepresst haben.

Wegen eines Formfehlers des Gerichts musste der Prozessbeginn verlegt werden. Das Gericht will jetzt im August mit den Verhandlungen beginnen.

Boxer distanziert sich von Clan

Der 28-Jährige war kurz vor Weihnachten 2019 am Flughafen Frankfurt verhaftet worden. Der Boxer hatte sich in Interviews von den Machenschaften seines Clans distanziert.

Jetzt droht ihm eine Haftstrafe. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt.

Stand: 07.07.2020, 13:11

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