Greenpeace-Aktivisten protestieren in Düsseldorf gegen Kohlepolitik

Auf dem Foto sind vier Personen mit grünen Helmen, die auf der Glasüberdachung vom Eingang der Staatskanzlei sitzen.

Greenpeace-Aktivisten protestieren in Düsseldorf gegen Kohlepolitik

Die Demonstranten fordern, dass in NRW weniger Kohle abgebaut wird und dass Dörfer da bleiben, wo sie sind. Ihr Protest richtet sich direkt an den Ministerpräsidenten.

"Armin Laschet will Klima und Dörfer zerstören" - dieses Banner rollten am Dienstagmorgen vier Greenpeace-Aktivisten vor der Staatskanzlei in Düsseldorf aus. Zuvor waren sie auf das Vordach des Eingangs geklettert. Auf einem anderen Schild bezeichneten sie den Ministerpräsidenten als "Kohle-Laschet".

Der Anlass der Demo: Die NRW-Landesregierung will Dienstag (23.03.21) Mittag ihren Beschluss zur Braunkohlepolitik in NRW vorstellen. In der sogenannten Leitentscheidung wird detailliert festgelegt, wie groß die Tagebaue Hambach und Garzweiler bis zum Kohleausstieg noch werden dürfen und wie viele Erkelenzer Dörfer wann dem Tagebau weichen müssen. Dazu gehören zum Beispiel Keyenberg und Kuckum, das im Norden direkt an Mönchengladbach grenzt.

"Angriff auf Pariser Klimaabkommen"

Die Kohlepolitik des Landes ist für die Umweltschützer schon seit Jahren ein Ärgernis. So würden in NRW durch die geplanten Erweiterungen unter anderem des Tagebaus Garzweiler II bis zu 900 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt werden.

"Laschets Kohlepläne sind Öl ins Feuer der Klimakrise. Sie sind ein Angriff auf das Pariser Klimaabkommen", sagt Greenpeace-Aktivist Bastian Neuwirth. Mit den Plänen würde Laschet "die Substanzlosigkeit der CDU beim Klimaschutz weiter vertiefen".

Stand: 23.03.2021, 11:25