Düsseldorfer Politiker fordert Parkgebühren für Fahrräder

Düsseldorfer Politiker fordert Parkgebühren für Fahrräder

  • Parkgebühren für Fahrradfahrer in Düsseldorf
  • Vorschlag von CDU-Politiker bewusst provokant
  • Oberbürgermeister Geisel hält es für "Schnapsidee"

CDU-Ratsherr Andreas Hartnigk hat am Dienstag (07.05.2019) mit seiner Forderung nach Parkgebühren für Fahrräder für reichlich Aufsehen gesorgt. Es handelt sich offenbar um eine Reaktion auf einen Vorschlag von Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD): Der hatte Ende Januar Dauerparkgebühren für Autofahrer in ganz Düsseldorf angekündigt.

Gleichberechtigung von Auto- und Fahrradfahrern

Der Vorschlag sei zwar bewusst provokant, aber ernst gemeint, sagte Hartnigk am Dienstag dem WDR. Für ihn ginge es vor allem um die Gleichbehandlung von Auto- und Fahrradfahrern. "Es geht mir da auch um Gerechtigkeit", sagte er und fügte an: "Wenn Sie über die Straßen in der Stadt gehen und sehen, wie verkehrsbehindernd Fahrräder einfach abgestellt werden, da kann einem schon einmal der Gedanke kommen, ob das so in Ordnung ist. Darüber muss man reden und das tun wir gerade."

Hartnigk argumentiert, es werden viele öffentliche Gelder in die Verbesserungen von Fahrradwegen und Radständern investiert, ohne dass sich Radfahrer an diesen Kosten beteiligen müssten.

Geisel: "Das ist eine Schnapsidee"

Oberbürgermeister Geisel bezeichnete die Idee dem WDR gegenüber als eine "Schnapsidee" uns sagte: "Das ist ein Vorschlag eines Autofreaks, der nicht nachgedacht hat." Immerhin seien Fahrräder emissionsfreie Verkehrsmittel und sollten deshalb bevorzugt behandelt werden.

Stand: 07.05.2019, 15:09