Ukraine-Konflikt: Auch am Sonntag Proteste in NRW

Stand: 06.03.2022, 17:25 Uhr

In NRW reißen die Proteste gegen den Krieg in der Ukraine nicht ab. Auch am Sonntag machten bei Demos in in Aachen, Köln und Düsseldorf Menschen ihrem Unmut Luft machen und bekundeten ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk.

Auch am elften Tag nach dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine gehen die Kämpfe in dem Land unvermindert weiter. Aus Protest gehen das Vorgehen Russlands versammelten sich auch am Sonntag tausende von Menschen in NRW bei Demos und Kundgebungen.

Allein in Aachen haben etwa 2.000 Menschen gegen den Krieg in der Ukraine protestiert. Aufgerufen zu der Demo hatte die Bürgerbewegung "Pulse of Europe". Auf Transparenten hieß es unter Anspielung auf den russischen Staatspräsidenten "Stoppt Putin jetzt". Mehrere Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine traten ans Mikrophon. Sie erzählten von der teils dramatischen Flucht aus ihrer umkämpften Heimat und den Sorgen um ihre Angehörigen, die zurückbleiben mussten. Zugleich dankten sie Deutschland für die Gastfreundschaft.

Auch vor dem Kölner Dom demonstrierten am Sonntag hunderte von Menschen für Frieden in der Ukraine. "Peace" hieß es auf einer Flagge, die eine Frau vor sich hertrug. In der Düsseldorfer Altstadt versammelten sich am Burgplatz mittags spontan Menschen und gedachten bei Musik den Opfern des Krieges.

Proteste gab es auch schon am Samstag

Bereits am Samstag hatte in Düsseldorf eine große Menschenmenge unter dem Motto "Zusammen gegen die russische Aggression" demonstriert. Die Initiatoren hatten 1.000 Personen angemeldet. Laut Polizei waren rund 5.000 Menschen dem Aufruf gefolgt. Gemeinsam entrollten sie eine 100 Meter lange Nationalflagge der Ukraine. Nach einer Kundgebung im Hofgarten waren die Demonstranten durch die Innenstadt gezogen.

Joachim Stamp (FDP) spricht bei einer Kundgebung gegen die Invasion von Russland in die Ukraine

Joachim Stamp

Joachim Stamp (FDP), stellvertretender NRW-Ministerpräsident, rief bei der Kundgebung zur Solidarität mit Geflüchteten auf. "Lasst uns unsere Herzen öffnen, lasst uns unsere Türen öffnen, lasst uns unsere Geldbeutel öffnen." Der Protest gegen den russischen Angriffskrieg sei ein Zeichen, dass Europa seine Werte stets verteidigen werde.

OB Keller: Wollen den Ukrainern Mut machen

In Düsseldorf demonstrieren Menschen mit Ukraine-Flaggen gegen den Angriffskrieg Russlands

Kundgebung im Düsseldorfer Hofgarten

Für Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) soll der Protest auch dem bedrängten ukrainischen Volk Mut machen. "Ich bin mir sicher, dass die Demonstration gesehen und gehört wird, in der Ukraine", sagte Keller dem WDR. "Hier in Düsseldorf denken wir an diese Menschen."

In Düsseldorf demonstrieren Menschen mit Ukraine-Flaggen gegen den Angriffskrieg Russlands

Mehr Zulauf als erwartet

Unter den Teilnehmern war auch Anna Schabatina, die erst vor wenigen Tagen aus dem umkämpften Kiew fliehen konnte. "Ich habe hier Schilder gesehen, auf denen sich russische Menschen gegen den Krieg aussprechen." Solche Solidaritätsbekundungen seien ihr persönlich sehr wichtig. "Ich bin stolz auf die Menschen, die hier sind."

Auch in anderen NRW-Städten hatte es am Samstag Friedensdemonstrationen mit teilweise mehreren Hundert Teilnehmern gegeben: zum Beispiel in Eitorf, Bornheim, Waltrop und Erkelenz.

Proteste in NRW gegen die russische Invasion in die Ukraine

In NRW hat es auch am Sonntag wieder Demonstrationen für Frieden und gegen die russische Invasion in der Ukraine gegeben. Proteste gab es in Köln und in Aachen.

Friedensprotest gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in Köln

"Peace" (=Frieden) heißt es auf einer bunten Flagge, die eine Frau bei einer Demo in Köln vor sich her trägt.

"Peace" (=Frieden) heißt es auf einer bunten Flagge, die eine Frau bei einer Demo in Köln vor sich her trägt.

Hunderte von Menschen kamen in Köln zusammen und zeigten sich solidarisch mit den Frauen, Männern und Kindern in der Ukraine.

In Köln folgten hunderte von Menschen dem Aufruf der Bürgerbewegung "Pulse of Europe" und demonstrierten für Frieden in der Ukraine.

Bei der Protestaktion in Aachen kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.