"Geisterläufer" gewinnen Düsseldorf-Marathon

Fünf afrikanische Läufer verlassen gerade ein Rheinbrücke beim Düsseldorf Marathon, neben ihnen ein Presse-Motorrad

"Geisterläufer" gewinnen Düsseldorf-Marathon

Von Peter Hild

  • Kenianer gewinnen Düsseldorf-Marathon trotz "Umweg"
  • Absperrung wegen Feuerwehreinsatz geöffnet
  • Organisatoren räumen Fehler ein

Die beiden siegreichen Läufer aus Kenia, die am Sonntag (29.04.2018) beim Düsseldorf Marathon falsch gelotst worden waren, werden nicht disqualifiziert. Das teilte ein Sprecher der Organisatoren am Montag (30.04.2018) mit.

Bei Kilometer acht war im Stadtteil Derendorf eine Absperrung falsch aufgestellt. Deswegen rannten die beiden Spitzenläufer am Ende rund einen Kilometer mehr als die übrigen knapp 17.000 Läufer.

Absperrung wurde für Feuerwehreinsatz geöffnet

Offenbar hatten Helfer wegen eines Feuerwehreinsatzes in der Nähe am Sonntagmorgen vor dem Start die Absperrung geöffnet, um die Rettungsfahrzeuge durchfahren zu lassen. Warum die Sperrgitter anschließend nicht wieder geschlossen wurden, wollen die Organisatoren in den nächsten Tagen prüfen.

Während des Rennens fiel die Panne erst auf, als das Führungsfahrzeug und die beiden Läufer einen Verpflegungsstand auf der (scheinbar) falschen Seite entdeckten und ihnen die Verfolgergruppe entgegenkam. Die beiden Kenianer drehten daraufhin um und bogen dann auf die korrekte Strecke ab. Wenig später hatten sie die nun vorauslaufende Gruppe wieder überholt.

Keine Konsequenzen für "Geisterläufer"

Die beiden werden nicht disqualifiziert, auch weil sie die offizielle Strecke trotz der Panne nicht verlassen haben, sondern lediglich in falscher Richtung unterwegs waren. Sonst wären die Veranstalter an einer Disqualifikation wohl nicht vorbeigekommen.

Stand: 30.04.2018, 15:33