Überfahren: Lehrerin nach Tod von Schülerin in Düsseldorf verurteilt

Außenansicht Gebäude, Fassade mit Schriftzug Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf, Wappen NRW

Überfahren: Lehrerin nach Tod von Schülerin in Düsseldorf verurteilt

Vor drei Jahren wurde eine Grundschülerin in Düsseldorf auf dem Weg zur Schule von einer Lehrerin überfahren und starb an den Folgen des Unfalls. Die Lehrerin wurde nun verurteilt.

Die Lehrerin wurde am Mittwoch zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil sie die neunjährige Schülerin getötet haben soll. "Sie haben nur auf Rechts-vor-links geachtet, sonst hätten sie das Kind gesehen", erklärte der Amtsrichter. "Die Spurenlage spricht zudem dafür, dass sie ungebremst über das Kind hinweg gefahren sind." Er sprach die Lehrerin wegen fahrlässiger Tötung schuldig. Die seit dem Unfall dienstunfähige Pädagogin muss zudem 3600 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Lehrerin hatte Schülerin übersehen

Das neunjährige Mädchen war an einem Morgen im September 2017 mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule. An einer Kreuzung wurde das Kind laut Anklage vom Auto der 60-Jährigen mit Tempo 15 angefahren. Weil die Fahrerin nicht stoppte, soll sie das Kind überrollt haben. Laut Anklage habe sie zu lange auf den Verkehr von rechts geachtet und so das von links kommende Kind übersehen.

Sie fühle sich "nicht schuldig", sagte die 60-Jährige. Sie sei mit ihrem Wagen nur etwa zwölf Stundenkilometer schnell gewesen. Die Neunjährige wurde lebensgefährlich verletzt und starb Stunden später in der Klinik. Die Lehrerin erlitt einen Schock.

Stand: 12.08.2020, 19:35

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