Prozess in Düsseldorf um Millionenbetrug mit Röstkaffee

gerösteter Kaffee

Prozess in Düsseldorf um Millionenbetrug mit Röstkaffee

Von Martin Höke

Wegen großangelegten Steuerbetrugs müssen sich seit Dienstag mehrere Männer vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Dabei geht es um Kaffee.

Die sechs Männer aus Duisburg, Köln und Berlin haben laut Anklage vor Jahren tonnenweise Röstkaffee zu Schnäppchenpreisen verkauft. Dabei sollen sie die Steuerbehörden um mehr als 1,5 Millionen Euro Steuer geprellt haben.

Umsatzssteuer kassiert

Mithilfe eines internationalen Firmenverbandes wurden laut Anklage zum Schein 2.500 Tonnen Röstkaffee hin und her verkauft, um vom deutschen Fiskus die Vorsteuer erstattet zu bekommen.

Der Staat konnte sich die Steuer beim letzten Käufer dann aber offenbar nicht zurück holen, weil die Firma nicht mehr existierte.

Discounter profitierten

Insgesamt sollen die Angeklagten rund 4,5 Millionen Ein-Pfund-Packungen Kaffee zu Dumping-Preisen auf den Markt geworfen haben. Dadurch konnten deutschlandweit etliche Discounter Kaffee einer namhaften Marke zu Schnäppchenpreisen anbieten.

Stand: 27.10.2020, 11:00

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