1,4 Millionen Euro: Düsseldorf saniert weitere Kunstrasenplätze

Ein Arbeiter baut einen Kunstrasenplatz.

1,4 Millionen Euro: Düsseldorf saniert weitere Kunstrasenplätze

Von Peter Hild

  • Sanierung von neun Kunstrasenplätzen in 2020
  • Insgesamt 60 Plätze in Düsseldorf betroffen
  • Bestehende Anlagen können weiter genutzt werden

Der Düsseldorfer Sportausschuss hat am Mittwoch (13.11.2019) einstimmig die Sanierung von neun weiteren Kunstrasenplätzen im kommenden Jahr beschlossen - nur mit Sand und ohne Plastikgranulat. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei 1,4 Millionen Euro.

Ein von der EU ins Spiel gebrachte Mikroplastikverbot ab 2022 hatte im Sommer bei vielen Fußballvereinen in der Region für Unruhe gesorgt. Sie befürchteten, dass ihre Kunstrasenplätze gesperrt oder neu gebaut werden müssen. Die NRW-Landesregierung stellte jedoch klar, dass bestehende Plätze weiter genutzt werden können.

Alle neuen Plätze ohne Plastik

Von der Diskussion um Mikroplastik sind in Düsseldorf 60 bestehende Kunstrasenplätze betroffen. Dank günstiger Ausschreibungsergebnisse können laut Stadt im laufenden Jahr bereits acht statt der geplanten sechs Spielfelder saniert werden. Die Haltbarkeit eines Platzes mit Plastikgranulat liegt nach Angaben der Stadt bei zehn bis 15 Jahren.

Je nach Verschleiß könne die Sanierung eines einzelnen Spielfeldes bis zu einer Million Euro kosten, heißt es weiter. Um künftig weitere Probleme zu vermeiden, verfüllt die Stadt seit diesem Jahr alle neuen Kunstrasenfelder nur noch mit Sand - ohne den zusätzlichen Einbau von Plastikgranulat. An einzelnen Standorten wird probeweise Korkgranulat eingebaut.

Mikroplastik wird auf Schädlichkeit geprüft

Die Europäische Chemikalienagentur prüft derzeit, wie schädlich Mikroplastik von Kunstrasenplätzen für die Umwelt ist.

Wann und in welcher Form ein Verbot kommen könnte - und wie mögliche Übergangsfristen aussehen - ist derzeit noch unklar. Mit einem Abschlussbericht wird im kommenden Frühjahr gerechnet.

Stand: 13.11.2019, 16:45

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