Die rote Karte

Angriff auf Schiedsrichter in Düsseldorf - Geldstrafe für Fußballer

Stand: 05.10.2021, 11:54 Uhr

In Düsseldorf ist ein Hobby-Fußballer wegen eines Angriffs auf einen Schiedsrichter zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Zunächst war dem 24-Jährigen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen worden.

Ende September 2020 war bei einem Spiel in der Kreisliga B zwischen Eller 04 und dem SV Garath der Schiedsrichter attackiert und lebensbedrohlich verletzt worden, so stand es zumindest in der Anklageschrift. Der 24-jährige Täter und Hobby-Fußballer muss jetzt eine Geldstrafe von 2.000 Euro zahlen. Das urteilte am Dienstag überraschend das Amtsgericht Düsseldorf.

Opfer relativiert seine erste Aussage

Denn zwischen Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Urteil liegen einige neue Aussagen. Während es vor der Verhandlung noch hieß, dass der Angeklagte den 60-jährigen Schiedsrichter nach einer gelb-roten Karte mit Faustschlägen sowohl an der Halsschlagader als auch an dem Kehlkopf getroffen habe, war das im Gericht am Dienstag nicht mehr so eindeutig.

Dort berichteten der Schiedsrichter und weitere Zeugen nur noch von zwei Schlägen. Auch das Krankenhaus konnte die schwere Kehlkopfquetschung, von der der Schiedsrichter in seiner Anzeige spricht, nicht bestätigen.

Angeklagter bestreitet die Tat

Der 24-jährige Angeklagte bestreitet den Tathergang. Er habe den Schiedsrichter nicht gezielt geschlagen, sondern lediglich geschubst. Das Gericht verurteilte ihn jetzt wegen Körperverletzung.

Der Garather SV hatte den Spieler nach dem Angriff aus dem Verein geworfen und ihm das Betreten der Sportanlage verboten.

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