Marek Lieberberg: "Konzert in Düsseldorf wird Leuchtturm-Projekt"

Marek Lieberberg (Archivbild vom 21.11.2019)

Marek Lieberberg: "Konzert in Düsseldorf wird Leuchtturm-Projekt"

Marek Lieberberg veranstaltet das erste große Konzert seit Beginn der Corona-Pandemie. Für ihn ist es ein Leuchtturm-Event.

Marek Lieberberg ist Konzertveranstalter und plant für Anfang September ein Konzert mit 13.000 Zuschauern in der Arena in Düsseldorf - unter anderem mit Sarah Connor und Rea Garvey. Bei WDR 2 hat er am Freitag über seinen Plan und das Hygienekonzept für das Konzert gesprochen.

Umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept

Lieberberg erklärte, dass das Konzert ganz bewusst als Neustart ausgewählt worden sei, er sprach von einem "Leuchtturm-Event". Das Konzert werde "unter ausgezeichneten Bedingungen" stattfinden.

Für das Konzert solle es nur personalisierte Tickets geben. Alle Besucher müssten sich registrieren lassen. Vort Ort müssten Masken getragen werden. Es werde außerdem einen abgestuften Einlass und Auslass mit verschiedenen Wartezeiten und Wartebereichen geben. Auch der Abstand von 1,5 Metern würde eingehalten.

"Mehr kann man nicht tun", sagte Lieberberg. "Das ist besser als im öffentlichen Leben. Das ist im Prinzip das Beste und das Optimale, das man tun kann." Er garantierte, dass es nicht so aussehen werde wie am Düsseldorfer Hauptbahnhof oder Flughafen, wo sich Menschen oft in Warteschlagen dicht drängen.

Vorteil gegenüber Fußballspielen

Lieberberg sprach außerdem von einem Vorteil gegenüber Fußballspielen mit vielen Zuschauern. "Unsere Fans kommen, um einen Künstler zu erleben. Sie haben alle ein gemeinsames Ziel". Im Fußball seien es oft gegensätzliche Ansätze, es seien auch Feindseligkeiten im Spiel.

Signal an die Bevölkerung

Lieberberg betonte, dass er keine Verantwortung für das gesamte öffentliche Leben in Düsseldorf übernehmen könne und wolle. Für die Veranstaltung selbst habe er aber alles getan. "Es ist so wichtig, wieder ein Signal der Kultur, die die Mehrheit der Bevölkerung anspricht, zu setzen und den Leuten endlich wieder etwas für ihre Inspirtation und für ihren Lebensinhalt zu geben", sagte er.

Parallelen zum Skiort Ischgl, der zu Beginn der Corona-Pandemie zum Hot Spot wurde, findet Lieberberg absurd. "Ich selbst bin nicht bekannt als Selbstmörder und ich bin auch nicht bekannt als jemand, der Abenteuer eingeht".

Stand: 07.08.2020, 14:24