Stadt Düsseldorf stellt klar: Kein Trampolinverbot in Kleingärten

Trampolinverbot in Düsseldorfer Kleingärten

Stadt Düsseldorf stellt klar: Kein Trampolinverbot in Kleingärten

Bis Ende des Jahres sollten Trampoline in Düsseldorfer Kleingärten eigentlich verschwinden. Jetzt ist die Düsseldorfer Stadtverwaltung von einem generellen Trampolin-Verbot abgerückt.

"Nach weiterer rechtlicher Prüfung sieht die Landeshauptstadt Düsseldorf keinen Grund für ein generelles Verbot von Trampolinen in Kleingärten", heißt es am Montag in einer Pressemitteilung von Umweltdezernentin Helga Stulgies.

"Nach der derzeit gültigen Kleingartenverordnung wären diese prinzipiell gestattet", heißt es weiter. Die Umsetzung dazu, so Stulgies, träfen jedoch die Kleingartenvereine nach Empfehlung des Stadtverbandes der Kleingärtner.

Familienvater hatte Petition gestartet

Der Stadtverband hatte das Verbot von Sprung- und Hüpfgeräten in Kleingärten beschlossen. Auch die Stadt stimmte damals nach der Einschätzung des Stadtverbands zu. Über das Verbot entzündete sich daraufhin ein Streit. Ein vierfacher Familienvater hatte eine Petition gestartet, die bis heute über 2200 Unterstützer gefunden hat.

Das Trampolin seiner Kinder soll Familienvater Sebastian Jost bis zum 31.12.2021 abbauen – so sieht es die Verordnung des Stadtverbandes der Kleingärtner vor. Der Kleingartenverein Hambach‘sche Wiese in Düsseldorf Gerresheim, in dem Josts Familie eine Parzelle mietet, hatte sich bislang auf dieses Verbot berufen.

Begründung: Trampoline versiegeln Flächen

Laut Stadtverband sind lediglich Kleinkinderspielgeräte erlaubt - wie Rutsche, Schaukel oder Sandkasten. Trampoline seien laut der gültigen Kleingartenordnung unzulässig. Die Begründung: Große Trampoline ließen sich nicht mit der gärtnerischen Nutzung in Einklang bringen. Sie würden große Flächen versiegeln, unter denen nichts mehr wachse.

Auf der Website des Stadtverbandes heißt es außerdem, dass der Vorstand überzeugt sei, "dass ein Trampolin oder kein Trampolin das Glück einen Kleingarten zu bewirtschaften nicht einschränkt."

Wie geht es weiter für Familie Jost?

Was die Aufhebung des allgemeinen Verbots für Sebastian Josts konkreten Fall bedeutet, ist noch nicht geklärt. Jost nennt die Entscheidung der Stadtverwaltung, das allgemeine Verbot aufzuheben ein "erstes Etappenziel".

Aktuell wartet der Familienvater auf eine Rückmeldung des Stadtverbandes. Seine Petition will Jost vorerst weiterlaufen lassen.

Stand: 07.12.2021, 11:18