Narren wollen Sessionsstart am 11.11. feiern

Eröffnung der Karnevalssession am Rathaus in Düsseldorf mit dem Hoppeditz

Narren wollen Sessionsstart am 11.11. feiern

Von Peter Hild

  • Karnevalisten kritisieren Ministerpräsident Laschet
  • Narren wollen Saisonstart trotz Corona feiern
  • Laschet lehnt Open-Air-Event am 11.11. ab

Viele Karnevalsvereine kritisieren Ministerpräsident Laschet für seine Aussage zum 11.11.. Laschet hatte gesagt, Open-Air-Events würden nicht in die Corona-Krisenzeit passen.

Viele Karnevalisten halten Laschets Vorstoß für wenig hilfreich, etwa in Ratingen und Essen.

Vereine wollen trotz Corona feiern

"Wir wollen zum 11.11. auf jeden Fall was machen, und wenn wir den Hoppeditz mit seinem Senftopf alleine auf den Marktplatz stellen", sagt Hans-Jürgen Tüllmann vom Comitee Düsseldorfer Carneval. Ansonsten warten man weiter die Entwicklung ab. Man könne davon ausgehen, dass es auch in diesem Jahr ein Prinzenpaar geben werde, das sei auch der Auftrag der vielen Düsseldorfer Gesellschaften, so Tüllmann. Gespräche mit möglichen Kandidaten liefen bereits.

In Mönchengladbach kann man Laschet zwar verstehen, will aber trotzdem den Sessionsstart in kleinerer Form draußen feiern. "Wir würden aber schon gerne in den nächsten Wochen eine klare Aussage vom Land haben, wie mit den Karnevalsveranstaltungen im Herbst umzugehen ist", fordert Gert Kartheuser, Vorsitzender des Karnevalsverbandes.

Zurückhaltung mit konkreten Plänen

Viele Vereine wollen sich mit konkreten Planungen für ihre Events aber noch zurückhalten. "Wir wollen das offiziell erst im August entscheiden", erklärt Oliver Weiß vom Festkomitee Essener Karneval. Trotzdem gebe es natürlich schon Pläne für den Sessionsstart im November.

Auch in Ratingen soll der Sessionsstart gefeiert werden, auch wenn genaue Form und Umfang noch nicht klar seien, sagt Peter Hense vom Karnevalsausschuss. Das Gleiche gilt für die Jecken in Neuss.

Stand: 01.07.2020, 09:15