Symbolbild: Ein Streifenwagen der Polizei ist mit Blaulicht im Einsatz.

Nach Übergriff: Stadt Düsseldorf will geflüchtete Frauen und Männer getrennt unterbringen

Stand: 17.03.2022, 16:30 Uhr

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer aus der Ukraine geflüchteten Frau auf einem Hotelschiff in Düsseldorf sollen geflüchtete Frauen und alleinreisende Männer ab sofort getrennt untergebracht werden.

Das Hotelschiff, das in Düsseldorf am Rheinufer liegt, dient als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine. Anfang März, zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vergewaltigung, waren dort neben 24 Geflüchteten auch Hotelgäste untergebracht.

Inzwischen seien auf dem Hotelschiff ausschließlich Geflüchtete aus der Ukraine und keine weiteren Gäste mehr, heißt es in einer schriftlichen Mitteilung der Stadt Düsseldorf.

Alleinreisende Männer und Frauen getrennt

Derzeit sind 2.600 aus der Ukraine geflüchtete Menschen in Düsseldorf in kommunalen Notunterkünftigen untergebracht. Bei ihnen will die Stadt ab sofort darauf achten, "Frauen, Kinder und Familien separat von alleinreisenden Männern unterzubringen, sofern dies die Unterbringungslage zulässt." Das teilte die Stadt am Donnerstag dem WDR mit.

Außerdem schirmt die Stadt die Geflüchteten nach dem Vorfall ab: So wird beispielsweise der Zugang zur großen Notunterkunft an der Messe von Security-Kräften kontrolliert. Auch Ehrenamtler sollen keinen Zutritt mehr bekommen. So soll verhindert werden, dass Betrüger die Notlage der Menschen ausnutzen, heißt es. Tätig sind nur noch Kräfte von Stadt und dem Roten Kreuz.

Nach mutmaßlicher Vergewaltigung: Zwei Männer verhaftet

Bei den mutmaßlichen Tätern, die die 18-jährige Geflüchtete vergewaltigt haben sollen, handelt es sich um einen 26-jährigen und einen 37-jährigen Mann. Beide wurden festgenommen und sitzen aktuell in Untersuchungshaft, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag sagte. Weitere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern machten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

Laut Staatsanwaltschaft soll es sich aber nicht um eine gemeinschaftliche Tat gehandelt haben, sondern um zwei einzelne Taten, die sich bereits am 06. März ereignet haben.

Geflohene Ukrainerin mutmaßlich auf Hotelschiff vergewaltigt

00:43 Min. Verfügbar bis 15.03.2023