Stadt Düsseldorf verbietet Grundwasser-Nutzung

Ein Hinweisschild auf Gift vor einem Garten-Hintergrund.

Stadt Düsseldorf verbietet Grundwasser-Nutzung

  • Belastung mit CKW und PFT
  • Grundwassernutzung bis 2034 verboten
  • Industriegebiet als Ursprung

Die Stadt Düsseldorf hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Grundwasser-Nutzung in Teilen von Benrath und Urdenbach verbietet. Grund dafür ist die Verunreinigung des Grundwassers mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW) und perfluorierten Tensiden (PFT).

Verbot bis 30. April 2034

Karten des PFT-Gebiets in Düsseldorf.

Hier ist das Grundwasser mit PFT belastet.

Demnach dürfen die Bewohner der betroffenen Gebiete bis zum 30. April 2034 kein Grundwasser verwenden, zum Beispiel zum Blumengießen. Auch der Schlupkotensee dürfe nicht mehr zur Bewässerung genutzt werden, heißt es.

Grundwasser auch in Hilden verunreinigt

Seit Anfang April 2019 gilt auch in Hilden ein änhliches Verbot. Auch hier waren CKW und PFT im Grundwasser nachgewiesen worden.

Industriegebiet als Ursprung

Ein Hinweisschild auf Gift vor einem Garten-Hintergrund.

Hier ist das Grundwasser mit CKW belastet.

Die Grundwasserverunreinigung kommt ursprünglich aus dem Kreis Mettmann und ist bereits seit 2014 bekannt. Als Ursprung sei ein Industriegebiet nahe der Düsseldorfer Stadtgrenze, heißt in der Mitteilung der Stadt Düsseldorf. Die Verunreinigung soll nun in vier Schritten saniert werden.

CKW und PFT krebserregend

CKW und PFT stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. CKW wird häufig in der Metall- und Glasindrustrie, bei der Chemischen Reinigung und in der Textilverarbeitung verwendet. PFT gilt als wasser-, fett, und schmutzabweisend und wird deshalb in zahlreichen Industrieprodukten und Feuerlöschschäumen verwendet.

Düsseldorfer Grundwasser mit PFT belastet

WDR 2 20.05.2019 00:41 Min. Verfügbar bis 19.05.2020 WDR Online

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Stand: 20.05.2019, 13:23