Düsseldorf: Freizeitpark statt Rheinkirmes

Riesenrad

Düsseldorf: Freizeitpark statt Rheinkirmes

Von Moritz Börner

  • Messegelände wird zum Freizeitpark
  • Maximal 3.500 Besucher in Düsseldorf
  • Kein Alkoholausschank und keine Partyzelte

Die Rheinkirmes in Düsseldorf mit jährlich rund vier Millionen Besuchern fällt aus. Dafür entsteht auf dem Messegelände ab Ende Juni für vier Wochen eine Art Freizeitpark: das "Düsselland". Einzelheiten dazu haben die Organisatoren am Freitag (29.05.2020) öffentlich gemacht.

Um den Infektionsschutz wegen der Corona-Krise zu gewährleisten, müssen die Besucher Tickets online buchen und bekommen einen Termin mit fester Uhrzeit. Maximal 3.500 Menschen dürfen dann jeweils zweieinhalb Stunden lang das "Düsselland" besuchen. Es gibt die üblichen Fahrgeschäfte - das Riesenrad zum Beispiel, die Achterbahn, auch Imbissbuden und Zuckerwatte.

Maximal 3.500 Besucher auf dem Gelände

Fahrgeschäfte Rheinkirmes Düsseldorf

Gegen Ende der zweieinhalb Stunden startet dann eine Show mit Hochseilartisten. Danach müssen die Besucher das Gelände verlassen, bevor die nächsten dreieinhalbtausend Gäste Einlass bekommen. Drei bis vier dieser Besuchergruppen können täglich den Park besuchen. Der Eintritt liegt bei maximal zehn Euro, dafür sind aber die Fahrgeschäfte billiger als sonst.

Keine Partymeile

"Der Unterschied besteht darin, wir werden keinen Alkoholausschank haben, wir haben keine Partyzelte, sondern wir haben jede Menge Sitzmöglichkeiten", sagt Schausteller Oscar Bruch, "die Leute können sich amüsieren, aber nicht abfeiern." Damit dürfte das Angebot besonders Familien ansprechen, die in diesem Sommer keine Möglichkeit haben in Urlaub zu fahren.

Schausteller kämpfen um ihre Existenz

Für die Schausteller ist das "Düsselland" eine der wenigen Möglichkeiten, in diesem Jahr überhaupt Geld zu verdienen. Weil sämtliche Schützenfeste und so gut wie alle Kirmessen ausgefallen sind, haben sie seit den Weihnachtsmärkten im vergangenen Jahr kaum Umsatz gemacht.

Stand: 29.05.2020, 17:33