Nach Flughafen-Chaos in Düsseldorf: Beschuldigte schweigen

Nach Flughafen-Chaos in Düsseldorf: Beschuldigte schweigen

  • Beschuldigte bei Flughafen-Räumung verweigern Aussage
  • Fast 50 Flüge fielen in Düsseldorf aus
  • Fahndung nach Unbekanntem

Die beiden Reisenden, die Anfang des Monats das Chaos am Düsseldorfer Flughafen mitverursacht haben sollen, haben bisher jede Aussage verweigert. Die Bundespolizei teilte am Dienstag (05.03.2019) mit, dass der 22-jährige Deutsche und der 52-jährige Grieche als Beschuldigte ihr Schweigerecht in Anspruch nehmen.

Geräumte Flugsteige am Düsseldorfer Flughafen

6.500 Menschen mussten den Sicherheitsbereich verlassen

Insgesamt hatten drei Männer für die Räumung von Teilen des Düsseldorfer Flughafens am Freitagmorgen (01.03.2019) gesorgt. Die beiden festgenommenen Männer seien einem bislang unbekannten Reisenden gefolgt, der einen Notausgang mit der Alarmtaste am Flugsteig B geöffnet hatte.

"Das ist ein großer Eingriff in die Luftsicherheit", sagte Flughafen-Sprecher Thomas Kötter dem WDR. "Die Türen sind alle hochgradig gesichert. Aber wir können den Sicherheitsbereich auch nicht hermetisch abriegeln, das sind Fluchttüren."

Jetzt muss geklärt werden, ob sie ihm aus Versehen oder absichtlich gefolgt sind. Neben einer Geld- oder Haftstrafe drohen den Beiden auch Schadenersatzforderungen. Nach dem dritten Mann wird noch gefahndet.

48 gestrichene Flüge

Nach dem ausgelösten Alarm mussten die Abflugbereiche geräumt und 6.500 Passagiere erneut kontrolliert werden. Einige hatten zuvor sogar schon Flugzeuge bestiegen und wieder verlassen müssen. 48 Flüge waren gestrichen worden.

Stand: 05.03.2019, 13:55

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