Düsseldorfer Messerstecher muss in Psychiatrie

Außenansicht Gebäude, Fassade mit Schriftzug Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf, Wappen NRW

Düsseldorfer Messerstecher muss in Psychiatrie

  • Mann am Flughafen Düsseldorf in den Kopf gestochen
  • Angeklagter hat die Tat vor Gericht gestanden
  • Wegen psychischer Erkrankung nicht voll schuldfähig

Weil er einem Sicherheitsmitarbeiter am Düsseldorfer Flughafen ein Messer in den Kopf gerammt hat, muss ein 24-Jähriger unbefristet in eine geschlossene Psychiatrie. Das Landgericht habe die Unterbringung des Mannes angeordnet, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch (12.12.2018).

Bei Opfer entschuldigt

Während der Tat sei er wegen einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen. Der des versuchten Mordes beschuldigte Deutsch-Tunesier hatte die Tat vor Gericht gestanden und sich bei seinem Opfer entschuldigt. "Erst seit ich Medikamente nehme, bin ich wieder ein Mensch", hatte er gesagt.

Opfer hörte Schritte

Das 51 Jahre alte Opfer hatte berichtet, er habe Anfang Juli nachts hinter sich Schritte gehört, als er im Ankunftsbereich des Flughafens unterwegs gewesen sei. Dann habe auch schon jemand auf ihn eingestochen. Die Messerklinge war tief unter die Kopfhaut eingedrungen, bevor der Griff abbrach, hatte aber den Schädelknochen nicht durchbohrt.

Stand: 12.12.2018, 16:37

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