Fliegerbombe in Düsseldorf entschärft

29.01.2019, Düsseldorf:Jost Leisten (l) und Udo Lokotsch, vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf, präsentieren die zehn Zentner schwere US-Fliegerbombe, nach der Entschärfung.

Fliegerbombe in Düsseldorf entschärft

  • Entschärfung erfolgreich
  • Rund 18.000 Menschen betroffen
  • Gefahrentelefon eingerichtet

Nach dem Fund einer zehn Zentner schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Dienstagabend (29.01.2019) in Düsseldorf tausende Menschen die Gebäude rund um den Fundort verlassen. Der Blindgänger war in einem Wohngebiet im Stadtteil Rath bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden.

Fliegerbombe in Düsseldorf gefunden

00:42 Min. Verfügbar bis 29.01.2020

18.000 Menschen betroffen

Die Entschärfung wurde um 22.20 erfolgreich abgeschlossen. Sie musste am Abend mehrfach verschoben werden, weil viele Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten.

Rettungssanitäter helfen am 29.01.2019 in Düsseldorf den Bewohnern eines Seniorenheims nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei der Evakuierung beim Verlassen des Gebäudes

Auch ein Seniorenzentrum wurde evakuiert

Unmittelbar nach der Entschärfung konnten alle Anwohner zurück in ihre Wohnungen. Im Umkreis von 500 Metern rund um den Fundort an der Kreuzung Neuenhofstraße/Bochumer Straße hatten rund 7.100 Menschen bis 19 Uhr ihre Wohnungen verlassen. In diesem Gebiet befinden sich ein Seniorenzentrum, ein Gymnasium und mehrere Kitas. Auch der S-Bahnhof Rath-Mitte befindet sich im Sperrgebiet.

Im Bereich von 1.000 Metern rund um den Fundort durfte sich seit 19.30 Uhr niemand mehr im Freien aufhalten. Hiervon waren rund 11.000 Menschen betroffen. In diesem Bereich befindet sich auch der ISS Dome, zwei Obdachlosenunterkünfte und die S-Bahn-Station Rath.

Rheinbahn umgeleitet

Polizei und Ordnungsamt sperrten die umliegenden Straßen laut Feuerwehr ab 19 Uhr ab. Mehrere Rheinbahnlinien wurden zur Zeit der Entschärfung verkürzt oder umgeleitet.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Hunderte Einsatzkräfte beteiligt

Insgesamt waren rund 500 Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, Rheinbahn, Hilfsorganisationen sowie des Ordnungsamtes im Einsatz. Die Stadt hatte außerdem ein Gefahrentelefon eingerichtet: Dort gingen laut offiziellen Angaben rund 1.300 Nachfragen ein.

Stand: 30.01.2019, 06:40