Düsseldorf erlässt strenge Regeln für E-Scooter

Düsseldorf erlässt strenge Regeln für E-Scooter

  • Strengere Regeln für E-Scooter geplant
  • Feste Abgabestationen gegen wildes Parken
  • Anbieter sollen Nutzungsgebühr zahlen

In Düsseldorf soll es bald härtere Regeln für Elektroroller geben. Das wurde am Dienstag (27.08.2019) in einer Sitzung der Stadt besprochen.

Auflagen sollen Parken regeln

So sollen die E-Scooter zum Beispiel nicht mehr einfach auf Bürgersteigen abgestellt werden dürfen. Auch das Parken auf Radwegen, vor Einfahrten und in Feuerwehrzufahrten ist demnächst nicht mehr möglich.

Stattdessen soll es feste Abgabestationen geben, beispielsweise an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. In der Verknüpfung der Verkehrsmittel liege ein besonderer Mehrwert, so die Stadt.

Wer mit seinem Roller gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt, muss künftig auch mit einem hohen Bußgeld rechnen.

Anbieter reagieren zurückhaltend

Außerdem sollen die Unternehmen für ihre Roller eine Nutzungsgebühr von 20 Euro jährlich pro Fahrzeug für den öffentlichen Raum zahlen. Einer der größten Anbieter in Düsseldorf ist Tier Mobility. Auf Anfrage des WDRs reagiert Sprecher Bodo von Braunmühl zunächst zurückhaltend: "Wir sind offen für alle sinnvollen Regularien." Allerdings dürften die Roller als Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr nicht schon in der Startphase ausgebremst werden.

Neue Regeln E-Scooter

00:43 Min. Verfügbar bis 27.08.2020

Neue Regelungen frühestens ab Januar 2020

"Wir wollen niemandem den Spaß an den neuen Scootern verderben, aber müssen auch verhindern, dass dies auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer geht", so Oberbürgermeister Geisel zu den neuen Regelungen.

Die Auflagen müssen in einer Ratssitzung im Dezember abgesegnet werden und könnten dann ab Januar 2020 gelten.

Grund für die Verschärfung sind Unfälle und brenzlige Situationen mit E-Rollern, zu denen es in Düsseldorf zuletzt immer wieder gekommen ist.

Stand: 27.08.2019, 10:13