Düsseldorf weitet Coronatests deutlich aus

Mitarbeiter vom Gesundheitsamt in Mitte halten ein Abstrichstäbchen in ein Autofenster in einer ambulanten Corona Test-Einrichtung.

Düsseldorf weitet Coronatests deutlich aus

Von Peter Hild

  • Kapazität soll auf insgsamt 3000 Tests pro Tag steigen
  • Mehr mobile Teams für Tests in Schulen und Kitas
  • Zielgruppe: Lehrer, Erzieher, Reiserückkehrer

Die Stadt Düsseldorf will ihre Corona-Testkapazitäten zum Ferienende deutlich erhöhen. Allein am mobilen Test-Drive-In an der Mitsubishi Electric Halle sollen künftig pro Tag knapp 2000 Menschen auf das Virus getestet werden können, das wären fast siebenmal so viele wie bisher.

Die zusätzlichen Kapazitäten stehen nach Angaben der Stadt ab Donnerstag (06.08.2020) zur Verfügung. Alle Freiwilligen können sich ab sofort über die städtische Corona-Hotline einen Termin für einen Test besorgen.

Zielgruppe: Lehrer, Erzieher, Reiserückkehrer

Zelt für Corona-Test per Drive-in auf dem Parkplatz der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf

Corona-Test per Drive-in: In Düsseldorf auf dem Parkplatz der Mitsubishi Electric Halle steht ein Zelt dafür bereit

Das zusätzliche Angebot richtet sich vor allem an städtische Kita- und Schulmitarbeiter, denen die Landesregierung angekündigt hat, sich alle 14 Tage freiwillig und kostenlos testen lassen zu können. Die Stadt unterstützt dabei die niedergelassenen Ärzte, deren Kapazitäten alleine dafür nicht ausreichen würden. Aktuell gibt es laut Kassenärztlicher Vereinigung ein Netzwerk von rund 40 Praxen in der Stadt, die Coronatests durchführen.

Aber auch Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten sollen sich testen lassen können - unter anderem weil Freiwillige im Testzentrum am Düsseldorfer Flughafen teilweise abgewiesen worden sein sollen, sagt die Stadt.

Test-Personal wird deutlich aufgestockt

Für diese umfangreiche Test-Ausweitung werden am mobilen Test-Drive-In nun 80 statt bisher 40 Mitarbeiter eingesetzt, unter anderem Ärzte und externe Fachdienstleister. "Wir haben auch die Testdauer optimiert, so dass dieser in wenigen Minuten erledigt ist", sagt Corona-Krisenstab-Leiter und Feuerwehrchef David von der Lieth.

Außerdem sollen zwei zusätzliche mobile Interventionsteams im Einsatz sein, um vor Ort in Schulen und Kitas zu testen oder zeitnah in den Einrichtungen eingreifen zu können, in denen Coronafälle auftreten. Damit sollen Kontaktpersonen frühzeitig ermittelt und die zuletzt steigenden Infektionszahlen im Griff behalten werden.

Stand: 05.08.2020, 13:59