Düsseldorf: Jeder zweite Corona-Infizierte hat britische Virus-Mutation

Düsseldorf: Jeder zweite Corona-Infizierte hat britische Virus-Mutation

In Düsseldorf ist die britische Virus-Mutation auf dem Vormarsch: Bei jeder zweiten bestätigten Corona-Infektion handelt es sich um diese Mutation. Bundesweit liegt der Wert bei 30 Prozent.

Das Düsseldorfer Gesundheitsamt erklärt den hohen Wert mit einer anderen Teststrategie: Jede positive Corona-Probe wird seit gut zwei Wochen auf die Mutation B.1.1.7 hin untersucht. Andere Städte wie Köln beispielsweise erfassen die britische Mutation überhaupt nicht. "Düsseldorf ist trotzdem kein Mutanten-Hotspot", so eine Pressesprecherin der Stadt.

Verweilverbot soll Infektionsketten unterbrechen

Seit dem 15. Februar sollen alle Labore positive Tests auf Virus-Varianten hin untersuchen. Auch weil in Düsseldorf der Anteil der britischen Mutante so hoch ist, setzt die Stadt vermehrt auf die Unterbrechung von Infektionsketten. Dazu gehört auch, dass ab Freitag (26.02.2021) ein Verweilverbot in der Altstadt und am nahe gelegenen Rheinufer herrscht. Diese strenge Regelung gilt zunächst für zwei Wochenenden bis zum 14. März.

Stadt verschärft Quarantänebedingungen

Die Infektionsketten der Corona-Mutante sollen auch mit strengeren Quarantäneregeln unterbrochen werden: Wer ohne Schutzmaßnahmen Kontakt zu einer Person hatte, die mit der Mutante infiziert war, muss sofort in Quarantäne - egal wie lange der Kontakt gedauert hat.

Zum Vergleich: Wer Kontakt zu einer mit dem nicht mutierten Coronavirus infizierten Person hatte, muss zwar auch in Quarantäne, aber nur, wenn der Kontakt länger als 15 Minunten gedauert hat. Als Schutz zählt zum Beispiel ein durchgehend eingehaltener Abstand von zwei Metern oder das Tragen von medzinischen Masken.

Stand: 25.02.2021, 16:31