Düsseldorf bekommt eine neue Oper

Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf

Düsseldorf bekommt eine neue Oper

Oberbürgermeister Stephan Keller verkündete am Donnerstag, dass die Stadt Düsseldorf ein neues Opernhaus bauen will. Die Kosten für den Neubau werden bei mindestens 636 Millionen Euro liegen.

Erste Konzepte für den Neubau der Oper wurden bereits vorgestellt. Mit dem Bau soll in den kommenden Jahren begonnen werden. OB Keller (CDU) erklärte, dass eine Beteiligung der Bürger geplant sei.

Neue Oper an neuem Ort

Die neue Oper müsse laut Keller zentral liegen und dürfe nicht nur abends geöffnet sein. "Wir brauchen eine Oper, die für viele Menschen in der Stadt zugänglich ist", so Keller.

Ein Neubau an einem anderen Ort würde nach Schätzungen rund 636 Millionen Euro kosten, ein Neubau am bisherigen Standort sogar über 700 Millionen Euro. Auch eine erweiterte Sanierung sei kostspielig und könne bis zu 650 Millionen Euro kosten.

Eine vom Stadtrat eingesetzte Kommission hatte Empfehlungen zu einem Neubau oder einer Sanierung der Oper abgegeben.

Analyse für neuen Standort durchgeführt

Für ein Opernhaus an einem alternativen Standort wurde eine Analyse des Düsseldorfer Stadtgebiets durchgeführt. Nach Angaben der Stadt sind 28 Standorte zunächst ausschließlich anhand des Flächenbedarfs für einen möglichen Neubau betrachtet worden.

Möglich sei beispielsweise eine Oper im Hafen oder am ehemaligen Kaufhof-Standort am Wehrhahn. Die Eignung von einzelnen Standorten soll weiter geprüft und bewertet werden.

Altes Opernhaus ist seit Jahren ein Sanierungsfall

Das alte Düsseldorfer Opernhaus steht unter Denkmalschutz. Es stammt aus der Nachkriegszeit und ist seit Jahren ein Sanierungsfall. Die Oper liegt aktuell in der Innenstadt am Hofgarten.

Die Stadt Düsseldorf will mit dem Neubau ein Kosten-Desaster wie bei der Sanierung der Kölner Bühnen vermeiden. In Köln dauert die Sanierung fast zehn Jahre länger als ursprünglich geplant. Die Gesamtkosten drohen auf bis zu 644 Millionen Euro zu steigen. Als die Sanierung 2012 begann, hatte man mit 250 Millionen Euro geplant.

Stand: 11.03.2021, 18:03

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