Düsseldorf: Sieben Jahre Gefängnis für IS-Terroristen

Düsseldorf: Sieben Jahre Gefängnis für IS-Terroristen

  • Syrer muss für sieben Jahre ins Gefängnis
  • Anschlagsplan war nur erfunden
  • Verurteilt wegen Taten als IS-Terrorist

Ein 31-Jähriger Syrer muss für sieben Jahre ins Gefängnis. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf am Mittwoch (13.06.2018) entschieden. Er hatte sich vor zwei Jahren der Polizei in Paris gestellt und behauptet, von der IS-Führung den Auftrag für einen Terroranschlag in Düsseldorf bekommen zu haben.

Anschlagsplan nur erfunden

Später zog er die Aussage zurück und sagte, den geplanten Anschlag in der Alstadt habe er nur erfunden. Auch die Bundesanwaltschaft geht inzwschen davon aus, dass es den Plan nie gegeben hat. Zwei Mitangeklagte, die deswegen eineinhalb Jahre in Untersuchungshaft saßen, waren daraufhin freigesprochen worden.

Als IS-Terrorist in Syrien gekämpft

Der 31-Jährige hatte gehofft, mit den falschen Aussagen als Informant dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Verurteilt wurde er jetzt wegen anderer Dinge: Laut Bundesanwaltschaft hat er als IS-Terrorist im Bürgerkrieg in Syrien gekämpft, Kriegswaffen benutzt und einen Scharfschützen der syrischen Armee erschossen.

Die angeblichen Anschlagspläne waren im Sommer 2016 bekannt geworden und hatten bundesweit für Aufruhr gesorgt.

Stand: 13.06.2018, 12:06