Drohnen können bei Rettungseinsätzen Leben retten

Drohne für Rettung

Drohnen können bei Rettungseinsätzen Leben retten

Von Ingo Wagner

Forscher des Instituts für Flugsystemdynamik der RWTH Aachen haben eine neue Drohne getestet. Sie soll die Arbeit von Notärzten und Rettungssanitätern erleichtern.

Die Drohne wird bei einem Einsatz von einem Telenotarzt gestartet und fliegt dann zum Unfallort. Dort angekommen erfasst sie die Situation mit Kameras und schickt die Bilder an den Arzt in der Zentrale. Aber sie macht noch viel mehr, als nur die Verletzten zu finden und Bilder vom Unfallort zu liefern.

Drohne kann feststellen, wie es Verletzten geht

Die Drohne ist mit speziellen optischen Systemen, mit Radar und Infrarotsensoren ausgestattet. Damit kann sie die Herz- und Atemfrequenz von Verletzten messen, während sie etwa fünf bis zehn Meter über ihnen schwebt. Diese Daten werden dann an den Telenotarzt übermittelt, der dadurch genau feststellen kann, wie es den Unfallopfern geht.

Genaue Informationen schon vor dem Eintreffen am Unfallort    

Normalerweise müssen die Rettungssanitäter beim Eintreffen am Einsatzort erst einmal die Zahl der Verletzten feststellen und wer besonders dringend Hilfe braucht. Diese Informationen können sie dank der Informationen durch die Drohne schon vor dem Erreichen des Unfallortes bekommen. Der Telenotarzt kann ihnen schon während der Fahrt sagen, wie viele Verletzte es gibt und wie sie behandelt werden müssen. Das spart wertvolle Zeit. Sobald die Helfer am Unfallort eintreffen, kehrt die Drohne selbständig zu ihrer Heimatbasis zurück. Das Forschungsprojekt soll im Februar des kommenden Jahres abgeschlossen sein. 

Stand: 26.10.2021, 14:15