Drogenhändlerbande in Wuppertal verurteilt

Ecstasy

Drogenhändlerbande in Wuppertal verurteilt

  • Grenzüberschreitend aktive Drogenhändlerbande
  • Ecstasy, Heroin und Marihuana geschmuggelt
  • Gerichtsurteil: bis zu zwölf Jahre Haft

Das Landgericht Wuppertal hat fünf Mitglieder einer grenzüberschreitend aktiven Bande von Drogenhändlern zu teils hohen Freiheitsstrafen verurteilt (26.04.2019).

Der 45 Jahre alte Hauptangeklagte erhielt eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Jahren. Seine Komplizen wurden zu Strafen zwischen zehneinhalb und vier Jahren verurteilt. Zwei der zwischen 32 und 55 Jahre alten Angeklagten stammen aus Solingen.

Extra präparierte Schmuggelwagen

Ihre Schmuggelfahrten führten unter anderem durch den Iran, die Niederlande und Bulgarien. Laut Gericht hatte der Hauptangeklagte etwa einen Lastwagen präpariert, um 44 Kilogramm Heroin zu schmuggeln. Ein anderes Auto sei von ihm vorbereitet worden, um 16 Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden nach Bulgarien zu transportieren.

Große Mengen Heroin, Marihuana und Ecstasy

Mit dem dritten Drogentransport wurden 64.000 Ecstasy-Tabletten in einem präparierten Wagen von Deutschland in die Türkei gebracht. Der Vorsitzende Richter betonte, allein die gewaltige Menge an Heroin hätte ausgereicht, um alle 350.000 Wuppertaler Bürger zu "versorgen".

Bericht zu Drogentoten: Ein kleiner Erfolg sichtbar?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 10.04.2019 05:39 Min. Verfügbar bis 09.04.2024 WDR 5

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Aufwändiger Prozess

Der Prozess hatte das Gericht an 75 Verhandlungstagen beschäftigt. Zwei Männer, darunter der Hauptangeklagte, waren gegen Ende des Prozesses zumindest teilweise geständig. Das Gericht vernahm viele Zeugen per Videotelefon und wertete eine große Menge mitgeschnittener Telefongespräche aus.

Verurteilte erwartet erneute Haft in Türkei

Zwei der Verurteilten sind bereits in der Türkei in Abwesenheit verurteilt und müssen nach ihrer Haft und anschließender Abschiebung in die Türkei mit erneuter Verhaftung rechnen.

Stand: 26.04.2019, 17:59