Aachen: Drogenschmuggler nach 33 Jahren verurteilt

Zu sehen ist eine Außenansicht des Justizzentrums in Aachen.

Aachen: Drogenschmuggler nach 33 Jahren verurteilt

  • 1985 aus Untersuchungshaft geflohen
  • Mann soll 200 Kilo Haschisch geschmuggelt haben
  • Viele Zeugen sind bereits verstorben

Zwei Jahre Haft auf Bewährung - so lautet das Urteil des Landgerichts Aachen gegen einen Niederländer wegen eines Haschischschmuggels vor 33 Jahren. Der Fall wurde erst jetzt verhandelt, weil der angeklagte Niederländer 1985 aus der Untersuchungshaft geflohen war.

Aus Untersuchungsgefängnis geflohen

Mit Hilfe einer Leiter war der Niederländer damals über die Mauer des Aachener Untersuchungsgefängnisses geklettert. Erst 33 Jahre später wurde der Mann in seiner Heimat entdeckt, in dem kleinen Ort Gulpen, nur 20 Kilometer von Aachen entfernt.

Viele Zeugen mittlerweile verstorben

Dort führte er ein seriöses und straffreies Leben. Nun aber hat ihn die Vergangenheit eingeholt – kurz vor Verjährung der vorgeworfenen Taten. Laut Anklage soll der 64-Jährige als junger Mann Haschisch über die Grenze geschmuggelt haben – insgesamt 200 Kilo.

Klärung des Falls schwierig

Doch die Klärung des Falls war kompliziert, nicht nur, weil die Anklageschrift aus dem Jahr 1985 stammt. Denn viele Zeugen sind mittlerweile verstorben. Statt der ursprünglich genannten 200 Kilo geschmuggelten Haschischs war im Prozess am Donnerstag (06.12.2018) von 13 Kilo die Rede. Der Beschuldigte gestand, als Drogenkurier tätig gewesen zu sein.

Stand: 06.12.2018, 15:49