Düsseldorf: Dritte Umweltspur kommt in den Herbstferien

Radfahrer auf einer Umweltspur in Düsseldorf

Düsseldorf: Dritte Umweltspur kommt in den Herbstferien

  • Dritte Umweltspur ab den Herbstferien
  • Ziel: Deutlich weniger Autos in der Innenstadt
  • Fertige Spur soll quer durch die Innenstadt führen

Die Stadt Düsseldorf wird in den Herbstferien beginnen, eine dritte Umweltspur quer durch die Innenstadt einzurichten. Einzelheiten dazu hat sie am Montag (30.09.2019) vorgestellt. Die fertige Spur soll von der A46-Abfahrt Zentrum im Süden über mehrere Kilometer quer durch die Innenstadt in den Norden führen.

Dadurch will die Stadt die Luftqualität verbessern, um ein Diesel-Fahrverbot zu verhindern. Über den Mittelteil der neuen Umweltspur, der über die besonders belastete Corneliusstraße führt, soll die Politik Ende November entscheiden.

Eingerichtet werden zunächst zwei Teilstücke auf zentralen Einfahrtsstraßen. Der erste Abschnitt beginnt in Höhe des Südparks hinter der A46-Ausfahrt Düsseldorf-Zentrum und führt über die Werstener Straße, Witzel-, Mecum- und Erasmusstraße bis zur Corneliusstraße. Der zweite Teil verläuft auf der Kaiser- und Fischerstraße zwischen der Stern- und der Homberger Straße.

20 Prozent weniger Autos auf den Hauptachsen

Mit der künftigen Umweltspur wird eine von zwei Fahrspuren für Autos wegfallen. Wirtschaftsverbände, aber auch Teile der Politik befürchten dadurch noch mehr Staus und damit Abgase. "In der morgendlichen Rushhour werden wir bis zu 20 Prozent weniger Autos über diese Hauptverkehrsstraßen abwickeln können", schätzt Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke. Auf der Umweltspur dürfen nur E-Autos, Radfahrer, Busse, Taxis und Fahrgemeinschaften ab drei Personen fahren.

Ziel sei es, Anreize für Autofahrer zu schaffen, auf Bus und Bahn umzusteigen, betont Zuschke. Dafür will die Stadt in den nächsten Monaten auch mehrere Park&Ride-Plätze am Stadtrand deutlich ausbauen.

Positive Bilanz der bisherigen Umweltspuren

Bei den beiden bereits seit Frühjahr bestehenden Umweltspuren fällt die Bilanz laut Stadt positiv aus. Es gebe kaum Konflikte zwischen Bussen und Radfahrern auf der Spur, rund zwei Drittel der befragten Radfahrer bewerten die Einrichtung der Spur als positiv. Allerdings sind die Busse trotz Umweltspuren bisher kaum schneller unterwegs.

Auch die Stickoxid-Werte an den Straßen mit Umweltspuren hätten sich verbessert, so das Amt für Verkehrsmanagement. Da jedoch Wettereinflüsse noch nicht berücksichtigt werden konnten, lägen verlässliche Luftwerte voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres vor.

Umstrittene Umweltspur in Düsseldorf

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 28.08.2019 02:52 Min. Verfügbar bis 27.08.2020 WDR 5 Von Peter Hild

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Stand: 30.09.2019, 10:31