Gedenkfeier nach islamistischer Attacke auf Krefelder geplant

Auf dem Foto sind Lichter in roten Glasgefäßen mit goldenen Dächern: typische Trauerlichter.

Gedenkfeier nach islamistischer Attacke auf Krefelder geplant

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Krefelder in Dresden soll es am Freitag eine Gedenkfeier in Krefeld geben. Der Tatverdächtige war seit Jahren als Islamist bekannt.

Der 55-jährige Krefelder war am 04. Oktober mit seinem Partner, einem Mann aus Köln, in Dresden unterwegs, als ein Syrer die Männer mit einem Messer angriff. Die Männer wurden schwer verletzt, der Krefelder starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Haftbefehl für Tatverdächtigen

Die Bundesanwaltschaft hatte am Mittwoch einen eigenen Haftbefehl gegen den 20-jährigen Tatverdächtigen erwirkt. Der Mann habe aus einer radikal-islamistischen Gesinnung heraus gehandelt, so die Behörde.

Die Trauerfeier für den 55-Jährigen hat der Krefelder CSD-Verein geplant. Der Verein ist unter anderem in der Antidiskriminierungsarbeit für Schwule und Lesben aktiv. Die Opfer des Messerangriffs sind bekenned homosexuell.

Der richtige Zeitpunkt für die Trauerfeier sei jetzt, betonte der Veranstalter, die Attacke dürfe nicht vergessen werden.

OB will Rede halten

Die Gedenkfeier soll um 18 Uhr auf dem Platz an der Alten Kirche in Krefeld stattfinden. Eine Trauerrede will der Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer halten. Nach der Feier sollen Trauerlichter am Portal der Kirche aufgestellt werden.

Die Trauerfeier findet unter freiem Himmel statt - alle Teilnehmer müssen eine Maske tragen. Das Ordnungsamt hat keine Teilnehmerbegrenzung erlassen. Wegen des Corona-Hygienekonzept ist die Veranstaltung aber für maximal 100 Teilnehmer ausgelegt.

Stand: 12.11.2020, 17:20