ADFC erinnert an getötete Radfahrer in Köln

ADFC erinnert an getötete Radfahrer in Köln

  • "Ride of Silence" am Mittwochabend
  • Weltweiter Aktionstag
  • Fahrrad-Korsos auch in vielen NRW-Städten
  • Drei neue "Geisterräder" in Köln

Am Mittwochabend (15.05.2019) hat der ADFC drei weitere sogenannte Geisterräder in Köln aufgestellt. Mit den komplett weiß angemalten Fahrrädern soll an getötete Radfahrer in Köln erinnert werden. Insgesamt stehen bereits 20 dieser "Geisterräder" in Köln.

Gedenken an getötete Radfahrer

Die drei neuen Räder ganz in weiß werden im Rahmen des "Ride of Silence" aufgestellt. Bei dieser Demonstration fahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schweigend und in weiß gekleidet auf ihren Rädern durch die Stadt. Halt machen sie dabei an der Stammheimer Straße, an der Rodenkirchener Brücke und am Bahnhof Rodenkirchen.

An den weiß lackierten Fahrrädern können Blumen und Kerzen abgelegt werden. Sie stehen stellvertretend für alle Radfahrer, die in den vergangenen Monaten in Köln schwer verletzt oder getötet wurden.

Schlechte Bedingungen für Radfahrer in Köln

"Uns ist es wichtig, die Menschen hinter den Unfällen nicht zu vergessen und gemeinsam ein Zeichen für verbesserte Bedingungen für Radfahrende in unserer Stadt zu setzen", erklärt der Kölner ADFC-Vorsitzende Christoph Schmidt. In Köln findet der "Ride of Silence" bereits zum fünften Mal statt.

"Ride of Silence": In Texas fing alles an

Ursprünglich stammt die Idee des "Ride of Silence" aus den USA. In Dallas, im US-Bundesstaat Texas, wurde der "Ride of Silence" im Jahr 2003 ins Leben gerufen. Daraus ist mittlerweile ein globaler Aktionstag geworden - in mittlerweile mehr als 350 Städten.

Mehr Radverkehrstote in NRW

Menschen auf Fahrrädern und weißes Schild zum Gedenken an eine getötete Radfahrerin

Auch bundesweit wurde bei diesem Fahrradkorso immer am dritten Mittwoch im Mai der verletzten und getöteten Radfahrenden gedacht. In NRW fand der "Ride of Silence" neben Köln unter anderem auch in Aachen und Duisburg statt.

Menschen auf Fahrrädern von Hinten

Im Jahr 2018 sind der polizeilichen Unfallstatistik zufolge in NRW 55 Radfahrer ums Leben gekommen, fünf mehr als im Vorjahr.

Stand: 15.05.2019, 07:30