170 Felsnägel sichern bald den Drachenfels

Zwecks Bauarbeiten steht ein Gerüst am Drachenfels.

170 Felsnägel sichern bald den Drachenfels

Von Christian Schmitz

  • Meterlange Nägel zur Absicherung des Felsens
  • Arbeiten sind logistische Herausforderung 
  • Baukosten steigen von 1,5 auf drei Millionen Euro  

Bei der Sanierung des Drachenfels bei Königswinter ist eine erste Arbeitsphase abgeschlossen: Alleine für das Baugerüst, das jetzt unterhalb vom Gipfel des Drachenfels bei Königswinter steht, haben Arbeiterinnen und Arbeiter über 150 Tonnen Material verbaut.

In der Felswand unterhalb des Gipfels gibt es zahlreiche Risse im Gestein, die dazu führen, dass sich Gesteinsblöcke lösen und herunterfallen können. Deshalb bleibt auch der Wanderweg "Eselsweg" unterhalb der Burgruine noch bis mindestens zum Jahresende weiter gesperrt.

170 Felsnägel werden ins Gestein gebohrt

Felsnägel werden in den Drachenfels gebohrt

Die 170 Felsnägel dienen der Stabilisierung

Spezialbohrer müssen nun 170 meterlange Nägel in den Felsen bohren, um das Gestein abzusichern. Außerdem schließen Arbeiterinnen und Arbeiter die vielen Risse und Klüfte mit Zement. Statiker und Geologen messen regelmäßig die Standfestigkeit des Drachenfels.

Fehlende Zufahrtswege für Maschinen und Baumaterial

Ein Gerüst am Drachenfels zwecks Sanierungsarbeiten

Auch von unten ist das Gerüst sichtbar

Die Arbeiten am 321 Meter hohen Drachenfels sind vor allem eine logistische Herausforderung. Die Maschinen und Baumaterialien können nämlich nur mit kleinen Transportern den steilen Weg hinauf zur Ruine befördert werden.

Außerdem muss man in dem sensiblen Naturschutzgebiet Rücksicht auf Fledermäuse oder Eidechsen nehmen. Die Sanierungsarbeiten gehen deshalb auch langsamer voran als geplant. Erst Anfang nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Mittlerweile rechnet die Bezirksregierung Köln mit Gesamtkosten von drei Millionen Euro für die Sanierung des Drachenfels. Im Oktober 2017 war man noch von Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro ausgegangen.

Stand: 17.05.2018, 17:32