Doppelmord in Weilerswist: Sohn war von Eltern offenbar genervt

Angeklagter im Gerichtssaal

Doppelmord in Weilerswist: Sohn war von Eltern offenbar genervt

  • Mann aus Weilerswist wegen Doppelmord angeklagt
  • 30-Jähriger soll Eltern im Streit erstochen haben
  • Angeklagter wohnte noch im Elternhaus

Er soll seine Eltern umgebracht haben - und hat das am Vormittag (24.10.2019) über seinen Anwalt eingeräumt. Im Landgericht Bonn geht es seit heute um einen Mann aus Weilerswist, dem die Staatsanwaltschaft Doppelmord vorwirft.

Angeklagter erstach Eltern im Streit

Der Mann wohnte noch bei seinen Eltern, als es offenbar im April 2019 zu einem Streit kam. Das Verhältnis zu seinen Eltern sei schon seit einiger Zeit sehr angespannt gewesen, ließ der Angeklagte erklären.

Laut Staatsanwaltschaft griff der Sohn nach einem Messer und stach mehrfach auf seinen Vater ein. Seine Mutter hatte noch die Polizei gerufen. Doch der Notruf brach ab, als der Sohn auch auf sie eingestochen haben soll.

30-Jähriger bei der Tat alkoholisiert

Polizisten hatten den alkoholisierten 30-Jährigen noch im Elternhaus festgenommen. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass der Sohn zustach, weil er öfter Streit mit seinen Eltern hatte. Die hatten ihn offenbar kritisiert, weil er aufgrund seines Drogen- und Alkoholkonsums sein Leben nicht in den Griff bekam. Die Eltern des Mannes hätten ihn genervt, heißt es in der Anklage.

Stand: 24.10.2019, 12:12

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