Erstmals Domschweizerinnen in Köln

Ein Mann in rotem Talar vor dem Kölner Dom

Erstmals Domschweizerinnen in Köln

Von Frank Piotrowski

  • Domschweizerinnen sollen für Ruhe im Dom sorgen
  • Bislang nur 28 ausschließlich männliche Domschweizer
  • Kölner Domkapitel bricht mit einer Jahrhunderte alten Männer-Vorherrschaft

Weiblich, katholisch und gerne jung - so lautet das Anforderungsprofil für die neuen Domschweizerinnen im Kölner Dom. Das Kölner Domkapitel bricht mit einer jahrhundertealten Männer-Vorherrschaft. Künftig sollen auch Frauen als Wach- und Aufsichtspersonal im Kölner Dom eingesetzt werden.

Berufsstand im Wandel

Die Domschweizer seien die "Visitenkarte der Kölner Kathedrale", sagte Domprobst Gerd Bachner. Zugleich sei der Berufsstand im Wandel. Die Kirche will den Altersdurchschnitt des Wachpersonals senken und hält es nicht mehr für zeitgemäß ausschließlich Männer zu beschäftigen.

Domschweizer Kölner Dom

Domschweizer sind Ansprechpartner für Besucher

Zu den Aufgaben der 28 Domschweizer gehört es, für Ordnung und Ruhe zu sorgen und den Dombesuchern als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Sie schließen den Dom auf und ab, läuten die Glocken, füllen die Schriftenstände auf und entsorgen abgebrannte Kerzen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Frauen ihren Dienst antreten.

Begriff aus dem 17. Jahrhundert

Schweizer heißen sie übrigens deshalb, weil im 17. und 18. Jahrhundert Männer aus der damals verhältnismäßig armen Schweiz ins Ausland auswanderten und sich dort als Soldaten oder Wachkräfte anboten.

Kölner Domkapitel bricht mit Jahrhunderte alten Männer Vorherrschaft

WDR 5 03.02.2019 00:25 Min. Verfügbar bis 03.02.2020 WDR 5

Stand: 01.02.2019, 15:22