DLRG-Test in Köln: Drohnen sollen Menschen retten

Drohne

DLRG-Test in Köln: Drohnen sollen Menschen retten

  • Vier Drohnen als Lebensretter im Rhein
  • Testphase bei DLRG in Dünnwald
  • Einsätze auch am Fühlinger See

Die DLRG Ortsgruppe in Dünnwald testet seit einigen Monaten nach eigenen Angaben eine Drohnen-Einheit. Mit vier Drohnen will sie in Zukunft schneller Ertrinkende im Rhein finden und retten. Laut DLRG in Dünnwald kann nur eine Person von zehn Personen vor dem Ertrinken im Rhein gerettet werden. Das häufigste Problem sei, dass die Suche nach der Person in Not einfach zu lange dauert. Mit Drohnen, die mit normalen und Wärmebildkameras ausgerüstet sind, könnte ein Ertrinkender schnell ausfindig gemacht werden.

Drohnen senden GPS-Signal

Mitarbeiter des DLRG - Deutsche Lebensrettungsgesellschaft

Übrung: Rettung mit Drohnen

"Es ist so, dass die Kamera im Prinzip die Wasserfläche absucht und dann die Person findet und wir dann entsprechend Einsatzkräfte dorthin senden können", so Andreas Schmitt, von der DLRG Köln-Dünnwald, " über die Drohne erhoffen wir uns den schnelleren Überblick übers Gewässer. Im Moment sind wir die Ersten, die noch in der Testphase sind und versuchen damit Erfolge zu bekommen."

DLRG-Test in Köln

WDR 2 23.07.2018 WDR 2

Momentan trainiert die DLRG in Köln-Dünnwald nach eigenen Angaben für Einsätze zum Beispiel am Fühlinger See und arbeitet daran, die Überflugerlaubnis für den Rhein zu bekommen. Immer wieder ertrinken Menschen im Rhein, vor etwa zwei Wochen ist ein erst 25 Jahre alter Rodenkirchener beim Baden im Rhein ertrunken.

Testphase dauert an

Wie lange die Testphase, die seit letztem Jahr laufe, ist nach Angaben von Toni Paffrath von der Dünnwalder Ortsgruppe nicht klar. Bislang seien vier Drohnen bei Test-Übrungen im Einsatz. Eine Drohne mit Kameraausrüstung koste bis zu 2.700 Euro. Auch nach erfolgreicher Testphase bleibe die Dünnwalder Ortsgruppe zunächst einmal wahrscheinlich die einzige Ortsgruppe innerhalb Kölns, die Drohnen einsetze, so Paffrath. Die Ortsgruppe wolle sich auf diesen Technikeinsatz spezialisieren.

Stand: 23.07.2018, 11:02

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