Dinslakener Bürger sauer wegen Kanal- und Straßenbaukosten

Straßenausbaubeiträge sorgen für Ärger in Dinslaken

Dinslakener Bürger sauer wegen Kanal- und Straßenbaukosten

  • Straßenausbaubeiträge sorgen für Ärger in Dinslaken
  • 2,8 Millionen Euro für Neubau von Straße und Kanal
  • Stadt fordert Beteiligung der Anwohner

Die Anwohner der Taubenstraße in Dinslaken sind alle von den Plänen der Stadt betroffen. Die will möglichst bald die kaputte Straße und den maroden Kanal erneuern. "Der Kanal, der beim Bau der Straße im Jahre 1962 verlegt worden war, ist absolut marode. Er hat die höchste Schadensklasse und auch die Straße muss dringend saniert werden", erklärt Marcel Sturm, Pressesprecher Stadt Dinslaken.

Jeder Hauseigentümer soll daher zur Kasse gebeten werden. Je nach Größe des Grundstücks könnten das bis zu 11.000 Euro sein, haben die Anwohner gerechnet. Betroffen sind 70 Eigentümer, die sich wehren wollen.

Anwohner fühlen sich betrogen

 Anwohner Helmut Ferch

Anwohner Helmut Ferch

Helmut Ferch ist einer der Anwohner. Der 85-Jährige lebt seit fast 60 Jahren in einer Doppelhaushälfte. "Ich habe früher schon zwei Mal Geld für Erschließungskosten gezahlt ", so Helmut Ferch. "Jetzt fühle ich mich doppelt betrogen."

Ganz anders betroffen ist Larissa Schwarz. Sie wohnt nicht an der Taubenstraße und soll trotzdem zahlen, weil ihr Garten an die Straße grenzt. "Kampflos lassen wir uns nicht zur Kasse bitten", erklärt sie.

Die Bürger vernetzen sich

Dinslakener Anwohner vernetzen sich

Dinslakener Anwohner vernetzen sich

Sie sammeln Unterschriften, kleben Plakate und verteilen Flyer. Sie wollen sich anwaltlichen Rat holen, ob es am Ende nicht doch noch eine Alternative zum Kanalneubau gibt. Diese Woche haben sie eine Bürgerinitiative gegründet.

Die Stadt verspricht eine Bürgeranhörung im Mai. Sie will die Kosten senken, aber noch 2019 mit den Bauarbeiten starten. Doch vorher muss der Rat der Stadt Dinslaken entscheiden.

Stand: 05.04.2019, 09:47