WCCB-Prozess: Bärbel Dieckmann will in Berufung gehen

Bärbel Dieckmann beim Prozess.

WCCB-Prozess: Bärbel Dieckmann will in Berufung gehen

Die frühere Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann will gegen das Schadenersatzurteil in Berufung gehen. Das hat ihr Anwalt auf Anfrage mitgeteilt. Sie wurde dazu verurteilt, wegen des Finanzdebakels um das Kongresszentrum WCCB eine Million Euro Schadenersatz an die Stadt Bonn zahlen.

Ob Bärbel Dieckmann das Geld aus eigener Tasche zahlen muss, ist aber noch völlig unklar. Die Stadt Bonn erklärt, für solche Fälle gebe es tatsächlich eine "Vermögenseigenschadenversicherung". Sie gilt als eine Art "Rettungsweste für Führungskräfte".

Laut Experten greift so eine Versicherung auch bei "grob fahrlässigen" Verstößen, wie sie das Verwaltungsgericht in seinem Urteil gegen Bärbel Dieckmann festgestellt hat. Entscheidend sei, dass der Schaden fristgerecht gemeldet worden sei. Ob und wann das geschehen ist, hat die Stadt Bonn bislang nicht mitgeteilt.

Stand: 18.09.2020, 16:23

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