Geothermie im Rheinland - Alternative zur Braunkohle?

Geothermie im Rheinland - Alternative zur Braunkohle?

  • Gewerkschaften diskutieren Strukturwandel
  • 250 Teilnehmer bei Regionalkonferenz in Jülich
  • Geothermische Stromerzeugung als Alternative

Gewerkschaftsvertreter haben sich am Freitagmittag (22.02.2019) bei einer Regionalkonferenz in Jülich mit dem Abschlussbericht der Kohlekommission befasst. Dieser müsse in allen Punkten umgesetzt werden, forderten Vertreter von Verdi und IGBCE vor etwa 250 Konferenzteilnehmern.

Gewerkschaften fordern neue Jobs

Außerdem müsse das Rheinland nach dem Ende der Braunkohle weiterhin ein Industriestandort bleiben. Wichtig sei, dass gute Jobs in der Industrie entstünden. Das Rheinische Revier habe aus Sicht der Gewerkschaften gute Perspektiven.

Probebohrungen nach heißen Quellen

Ralf Woelk, Geschäftsführer DGB-Region NRW Süd-West, begrüßt DGB-Mitglieder zur Regionalkonferenz.

Am Standort des jetzigen Braunkohlekraftwerks Weisweiler könnte Wärme aus 2000 Metern Tiefe gewonnen werden. Bereits vom kommenden Jahr an sollen Probebohrungen gemacht werden. Und zwar um festzustellen, ob warmes Wasser aus tiefen Gesteinsschichten in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden kann. Das wäre dann das erste Forschungsprojekt dieser Art in NRW.

Klimaneutrale Wärme durch Geothermie

Diese Bohrungen stehen auch auf der Liste der Projekte für den Strukturwandel im Braunkohlerevier, die die Kommission empfohlen hat. Tiefengeothermie bietet die Chance, klimaneutral Wärme zu erzeugen. Außerdem könnte die Geothermie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Ende Januar hatte die Kohlekommission der Bundesregierung ihren Abschlussbericht vorgestellt. Die Empfehlung lautet, bis spätestens 2038 aus der Braunkohle-Verstromung auszusteigen.

Stand: 22.02.2019, 17:17