Tausende Kölner demonstrieren für menschliche Asylpolitik

Tausende demonstrierten vor dem Kölner Dom für Solidarität mit Flüchtlingen

Tausende Kölner demonstrieren für menschliche Asylpolitik

  • Demo für humane Asylpolitik
  • Tausende Teilnehmer
  • Breites Bündnis hinter Kundgebung

Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag (16.09.2018) in Köln auf einer Demonstration eine menschliche Asyl- und Flüchtlingspolitik gefordert. Über 120 Initiativen, Organisationen, Vereine, Parteien, Wohlfahrtsverbände und die beiden großen christlichen Kirchen hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Das Motto "Köln zeigt Haltung".

Bei der Demo vor dem Kölner Dom versammelten sich tausende Teilnehmer friedlich

Bei der Demo vor dem Kölner Dom versammelten sich tausende Teilnehmer friedlich

Zur Auftakt-Kundgebung am Dom kamen laut Veranstalter mehr als 7.000 Menschen. Auf der Bühne erklärte der Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, Pfarrer Rolf Domning, man wolle als Kirche Haltung zeigen und sich nicht einschüchtern lassen. "Wir stehen hier, weil wir nach wie vor für eine Flüchtlingspolitik im Geiste der Nächstenliebe eintreten, ein Gebot Gottes."

Christliche Werte dürften nicht durch rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien missbraucht werden, betonte Domning. Besorgt zeigte er sich über "die zunehmende Kriminalisierung des Kirchenasyls". Hass und Gewalt müssten überwunden werden, damit Menschen in Köln und überall in der Welt in Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit und Freiheit leben könnten.

Andere Sprecher auf der Auftaktkundgebung forderten auf Transparenten und Plakaten "Aufnehmen statt Abschotten!", "Hierbleiben statt Abschieben!" und Solidarität mit Menschen mit einer Fluchtgeschichte. Auch Sprecher des Kölner Flüchtlingsrates mahnten "Haltung" im Umgang mit Flüchtlingen an. Zu den Rednern im Verlauf der Demonstration zählte auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Mehr als 12.000 Menschen beim Konzert auf dem Heumarkt

Demo: Köln zeigt Haltung (Heumarkt)

Mehr als 12.000 Menschen kamen zur Kundgebung am Heumarkt

Auch zahlreiche Kölner Künstler unterstützen die Demonstration. So auch Carolin Kebekus, Sänger Max Mutzke, die Kölsch-Band Kasalla und Comedian Luke Mockridge. Gemeinsam sangen sie auf der großen Bühne den Song der Ärzte "Schrei nach Liebe". "Nun kommt es darauf an, Haltung auch im Alltag zu zeigen, auch dann wenn es nervt", so Carolin Kebekus.

Mehr als 12.000 Menschen zeigen Haltung bei Demo in Köln

Friedlich zogen die Teilnehmer der Demo durch die Kölner Innnestadt

Tausende demonstrieren in Köln für eine humane Asylpolitik

Am Sonntagmittag (16.09.2018) versammelten sich bereits mehrere tausend Demonstranten vorm Kölner Dom zur Kundgebung. Unter dem Motto "Köln zeigt Haltung" hatten zahlreiche Kölner Bündnisse und Einzelpersonen zu der Demo aufgerufen.

Am Sonntagmittag (16.09.2018) versammelten sich bereits mehrere tausend Demonstranten vorm Kölner Dom zur Kundgebung. Unter dem Motto "Köln zeigt Haltung" hatten zahlreiche Kölner Bündnisse und Einzelpersonen zu der Demo aufgerufen.

Die Demonstranten zogen im Anschluss friedlich vom Dom durch die Innenstadt zum Heumarkt.

Viele Familien kamen mit ihren Kindern zur Demonstration. Die Großeltern waren auch dabei.

„#Wirsindmehr“ ist nach den rechten Ausschreitungen in Chemnitz zum Symbol der Gegenbewegung geworden.

Die Forderung nach sicheren Fluchtwegen war eine der Hauptforderungen der Bündnisse. Sie fordern "Aufnehmen statt Abschotten!"

Auch Vertreter der Kölner Kirchen nahmen an der Demo teil. Ihr Motto "Unser Kreuz hat keine Haken".

Eine Kölner Sambagruppe führte die Demo lautstark durch die Innenstadt vom Kölner Dom zum Heumarkt.

Am Heumarkt versammelten sich mehr als 12.000 Menschen.

Comedian Carolin Kebekus fand deutliche Worte an Innenminister Horst Seehofer. "Ich würde ihm gerne mal sagen, nicht die Migration ist die Mutter aller Probleme, sondern Horst, deine Mutter ist die Mutter aller Probleme".

Musiker Max Mutzke unterstütze die Demonstration auf dem Heumarkt in Köln.

Gemeinsam mit Carolin Kebekus, Max Mutzke und Comedian Luke Mockridge sang die Kölner Band Kasalla den Ärzte Song "Schrei nach Liebe". Frontsänger Bastian Campmann rief den Besuchern zum Abschluss des Auftritts zu "Nur zusammen sind wir eins!"

Stand: 16.09.2018, 17:47

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