Klima-Demo in Düsseldorf für schnelleren Kohleausstieg

Klima-Aktivisten demonstrieren in Düsseldorf gegen Kohleausstiegsgesetz

Klima-Demo in Düsseldorf für schnelleren Kohleausstieg

  • Protest von "Fridays for Future" und anderen Klima-Aktivisten in Düsseldorf
  • Kohleausstieg dauert ihnen zu lange
  • Protestierende zogen vom Hauptbahnhof zum Landtag

Rund 600 Klima-Aktivisten aus ganz Nordrhein-Westfalen haben am Freitagnachmittag (10.07.2020) in Düsseldorf für einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleindustrie protestiert.

Beschlossener Kohleausstieg bis 2038

Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen das von der Bundesregierung beschlossene Kohleausstiegsgesetz. Mit diesem hatte der Bund vor einer Woche den Kohleausstieg bis 2038 beschlossen. Die Kohleverstromung soll schrittweise verringert und spätestens 2038 das letzte Kohlekraftwerk stillgelegt werden.

Der Kohleausstieg kommt nach Meinung der Klima-Aktivisten viel zu spät. Er setze die Zukunft künftiger Generationen aufs Spiel und sei nicht mit dem Pariser Abkommen vereinbar, so etwa Jannik Berbalk von "Fridays for Future".

Vom Hauptbahnhof bis zum Landtag

Klima-Aktivisten demonstrieren gegen den geplanten Kohleausstieg bis 2038

Mehrere Umweltschutzorganisationen hatten gemeinsam mit der "Fridays for Future"-Bewegung zu der Demo unter dem Motto "Kohlestopp statt Ausstiegsflop" aufgerufen. Die Protestierenden zogen quer durch die Düsseldorfer Innenstadt: vom Hauptbahnhof über die NRW-Parteizentralen der SPD und CDU bis zum Landtag.

Entschädigung für Kraftwerkbetreiber und Land NRW

Kraftwerkbetreiber sollen mehr als vier Milliarden Euro Entschädigung für die Stilllegung von Kraftwerken erhalten. Das Land NRW soll knapp 15 Milliarden Euro bekommen.

Stand: 10.07.2020, 18:40