Demos nach Schweinekopf-Fund vor Mönchengladbacher Moschee

Etwa 200 Menschen demonstrieren gegen eine Kundgebung des rechtsextremen Bündnisses «Mönchengladbach steht auf»

Demos nach Schweinekopf-Fund vor Mönchengladbacher Moschee

  • Rechtes Bündnis zog durch Mönchengladbach-Rheydt
  • Hunderte bei Gegendemonstration
  • Beide Kundgebungen friedlich verlaufen
  • Polizei hatte Auflagen im Vorfeld verschärft

Am Sonntag (02.06.2019) sind rund 260 Demonstranten eines rechten Bündnisses durch Mönchengladbach-Rheydt gezogen. Etwa 300 Personen beteiligten sich laut Polizei an einer Gegenkundgebung. Beide Gruppen zogen durch die Innenstadt und versammelten sich auf dem Marktplatz. Anders als erwartet blieben die Kundgebungen friedlich.

Neue Auflagen nach Schweinekopf-Fund

Angemeldet wurde die Demo einem Polizeisprecher zufolge schon vor Wochen von Dominik Roeseler, Stadtrat und Mitbegründer der "Hooligans gegen Salafisten". Vorangegangen war der Fund eines abgetrennten Schweinekopfes an einer Moschee in Mönchengladbach am Dienstag (28.05.2019).

Mehrere hundert Teilnehmer ziehen bei einer Demonstration des rechtsextremen Bündnisses «Mönchengladbach steht auf»

Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen, die Polizei reagierte mit einer Verschärfung der Auflagen für die Demo. So durfte das rechte Bündnis "Mönchengladbach steht auf" nicht mehr direkt an der Moschee vorbeilaufen, auch Pyrotechnik war verboten.

Außerdem untersagten die Behörden das Grillen eines Spanferkels als gezielte Provokation. Ein Gericht hatte diese Auflagen für rechtens erklärt.

Stand: 02.06.2019, 19:18