Tagebau-Anwohner demonstrieren gegen Gewalt

Demonstranten gehen über eine Straße und tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Bündnis gegen Extremismus und Gewalt".

Tagebau-Anwohner demonstrieren gegen Gewalt

  • Anwohner befürchten Gewalt von Aktivisten
  • Demo-Teilnehmer aus Gemeinden in Tagebau-Nähe
  • Bündnis gegen Extremismus und Gewalt

In Düren-Merken haben am Freitagnachmittag (26.10.2018) etwa 300 Menschen demonstriert. Die Anwohner aus Orten nahe des Hambacher Forsts wie Merken, Niederzier und Inden haben Angst vor Gewalt durch Umweltaktivisten.

Aufgerufen hatten die Anwohner zu der Demo als Reaktion auf die von Braunkohlegegnern und dem Aktionsbündnis "Ende Gelände" geplanten Aktivitäten am Wochenende (26.-29.10.2018).

Anwohner wollen Ruhe haben

Die Anwohner befürchten, dass sich in den nächsten Tagen wieder gewaltbereite Extremisten unter den Demonstranten in Hambach befinden. Immer wieder seien auch Anwohner eingeschüchtert worden. "Wir wollen endlich wieder Ruhe hier haben", fordern sie.

Am Freitagnachmittag liefen die Anwohner erst etwa eine halbe Stunde in einem Demonstrationszug durch Merken. Anschließend versammelten sie sich vor einer Bühne.

Demonstranten in Düren-Merken.

Etwa 300 Menschen versammeln sich vor der Bühne

Dort berichtete ein Mann aus Merzenich-Morschenich, dass in der Vergangenheit Vermummte nachts um sein Haus geschlichen seien. Er habe Angst und hoffe, dass sich diese Situation bald ändere. Morschenich liegt in unmittelbarer Nähe zum Hambacher Forst.

Bürger-Bündnis gegen Gewalt

Vergangene Woche war das Bündnis von Bürgern gegründet worden. Sie wollen nicht für eine bestimmte Partei oder bestimmte Ziele kämpfen, sondern allgemein gegen jegliche Form von Extremismus und Gewalt.

Stand: 26.10.2018, 18:32