Tausende Klimaschützer ziehen durch Köln

Kundgebung gegen Braunkohle in Köln

Tausende Klimaschützer ziehen durch Köln

  • Große Klima-Demo in Köln
  • Mehrere Tausend Teilnehmer
  • Paralleler Protest in Berlin

In Köln haben am Samstag (01.12.2018) nach Informationen der Polizei mehr als 10.000 Menschen für einen schnellen Kohle-Ausstieg demonstriert. Laut Veranstalter waren es sogar 20.000 Menschen, die sich zu der Kundgebung versammelten. Zeitgleich lief auch in Berlin eine Demonstration von Klimaaktivisten.

Zu den Protesten unter dem Motto "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt" hatten Umweltschützer und kirchliche Gruppen aufgerufen - unter anderem BUND, Greenpeace und Campact.

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Laufende Bäume und rostige Dinos

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag (01.12.2018) in Köln für mehr Klimaschutz und einen schnellen Kohle-Ausstieg demonstriert. Viele der Teilnehmer hatte sich für die Kundgebung verkleidet.

Köln: Mehrere tausend Teilnehmer protestieren bei einer Demonstration von Umweltschützern «Kohle Stoppen - Klimaschutz jetzt».

Mehr als 10.000 Menschen sind am Samstag dem Aufruf des BUND, Greenpeace und Campact gefolgt und haben in Köln für Klimaschutz und Kohle-Ausstieg demonstriert.

Mehr als 10.000 Menschen sind am Samstag dem Aufruf des BUND, Greenpeace und Campact gefolgt und haben in Köln für Klimaschutz und Kohle-Ausstieg demonstriert.

Die Veranstalter der Demo kritisieren, dass die Kohlekommission ihr Konzept für den Kohleausstieg erst Anfang Februar vorlegen will. Die Forderung der Demonstranten lautete hingegen: "Stopp Kohle jetzt".

Viele der Plakate und Banner auf der Kundgebung wiesen auch auf die Folgen hin, die der Klimawandel mit sich bringen könnte.

Viele der Demonstranten waren in aufwendigen Kostümen gekommen, mit denen sie ihren Forderungen Nachdruck verleihen wollten. So zogen zwischen den Klimaschützern auch einige "Bäume" durch die Straßen Kölns.

Ein anderer Teilnehmer scheute auch nicht die Gefahr, ins kalte Wasser des Rheins zu stürzen, um seine Botschaft gut sichtbar zu machen.

Als Feindbild diente den Demonstranten in erster Linie der Energiekonzern RWE. Mit einem Dinosaurier aus rostigem Metallschrott stellten sie das ihrer Meinung nach rückwärtsgewandte Unternehmen dar.

Auch die Kritik an der Abholzung des Hambacher Waldes wurde von den Klimaschützern wieder aufgegriffen. Dieser Demonstrant brachte eine selbstgebastelte Motorsägenattrappe aus Pappe mit, die er mit dem Schriftzug "IRRWEG" versehen hatte.

In Köln startete die Demo am Mittag am Rheinufer mit einer Kundgebung. Am frühen Nachmittag brachen die Teilnehmer zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt auf. Die Demonstranten zogen von der Deutzer Werft über die Deutzer Brücke in die Altstadt. Schließlich ging es wieder zur Deutzer Werft zurück, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.

Dort werteten die Veranstalter die Demonstrationen als "starkes Zeichen an die Politik und nach Polen", wo am Montag (03.12.2018) in Katowice die UNO-Klimakonferenz beginnt.

Erhebliche Verkehrbehinderungen

Die Stadt hatte im Vorfeld vor erheblichen Verkehrsbehinderungen gewarnt, da zeitgleich auch der 1. FC Köln spielte. In der Innenstadt kam es nach WDR-Informationen am Nachmittag zu erheblichen Staus.

Kohle oder Klima - Angst um die Zukunft die story 28.11.2018 44:09 Min. UT Verfügbar bis 28.11.2019 WDR Von Jörg Laaks, Tanja Reinhard

Stand: 01.12.2018, 16:59