Klimastreik: Kölner Polizei verbietet Autobahnblockade

Stau auf der Autobahn

Klimastreik: Kölner Polizei verbietet Autobahnblockade

  • Geplante Demo im Autobahnkreuz Köln-West verboten
  • Polizei will "Gefahr für Leib und Leben" ausschließen
  • Anmelder stammt aus dem "Hambi bleibt!"-Umfeld

"Generalstreik. Gegen Feinstaub und Abgase. Für eine Welt, in der Autobahnen nicht möglich sind": Unter diesem Motto sollte die Demonstration, die am Freitag (20.09.2019) von 11 bis 19 Uhr auf der Fahrbahn des Kreuz Köln-West stattfinden sollte, stehen. Der Veranstalter meldete 500 Teilnehmer an, die unter anderem Liegestühle, Fahrräder, Musikinstrumente, Wasserpistolen, Kreide und Artistik-Requisiten mitbringen wollten.

Klimademo für alle?

WDR 5 Tagesgespräch 17.09.2019 47:11 Min. Verfügbar bis 16.09.2020 WDR 5

Download

Die Kölner Polizei hat die Demonstration am Mittwoch abgesagt, "um Gefahren für Leib und Leben" auszuschließen. Zudem dürften Verkehrsteilnehmer "nicht in unzumutbarer Weise mit einer Versammlung ungewollt konfrontiert werden", hieß es in der schriftlichen Begründung.

Die Demonstration hätte großräumige Sperrungen auf der A1 und der A4 zur Folge gehabt. Laut Polizei hätte der Anmelder erklärt, die Versammlung sei Teil des weltweiten "Klimastreiks" und richte sich insbesondere gegen den Pkw- und Lkw-Verkehr.

Demonstranten klagen gegen Verbot

Die Demonstration wurde offenbar von Aktivisten aus dem Umfeld des "Freundeskreises Hambacher Forst" angemeldet. Nach eigenen Angaben hat der Freundeskreis am Donnerstagvormittag Klage gegen das Verbot eingereicht. Zudem heißt es auf der Homepage der Aktivisten: "Wir freuen uns auf viele diverse Aktionen, von Sabotage über Blockaden bis hin zu Demos."

Die Kölner Polizei beobachtet die Lage weiter. Zudem sei der Staatsschutz eingeschaltet worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Der "Freundeskreis Hambacher Forst" äußerte sich zunächst nicht gegenüber dem WDR.

Stand: 19.09.2019, 17:01

Kommentare zum Thema

26 Kommentare

  • 26 Rainer Weyrich 20.09.2019, 19:26 Uhr

    Demokratie geht anders: Sabotage ? Bäumhäuser müssen lt. Gerichtsbeschluss abgebaut werden. Es kommen weitere hinzu. Urteile gelten anscheinend nur für den Staat. Fußgänger haben auf Autobahnen nichts zu suchen. Liegestühle auch nicht. Ein gesamtes Umdenken zur Umwelt findet statt. Aber die Hambacher sind nicht die Erfinder !

  • 25 Heinz 20.09.2019, 17:43 Uhr

    Sehr gut !!!!

  • 24 Claudia 20.09.2019, 16:02 Uhr

    Kriminelle, die Müllberge hinterlassen (s. Hambi) und sich dann "Umweltaktivisten" nennen. Ganz mein Humor :-( Es geht echt zu weit mit diesem hirnlosen Quatsch, der nur von den tatsächlichen Problemen des Landes ablenken soll und dementsprechend in Berlin sehr begrüßt wird. 85 % sämtlicher Emissionen werden von 3 Ländern erzeugt: China, Indien und USA. Weltweit werden gerade 1.400 Kohlekraftwerke gebaut und 147 Kernkraftwerke. Der Anteil Deutschlands am CO2-Gehalt der Luft beträgt 0,0004712 % aber Greta und die deutschen Freitagshopser retten die Welt..... mannomann.....

    Antworten (2)
    • Lars Baust 20.09.2019, 18:26 Uhr

      Claudia, woher haben Sie den Anteil Deutschlands am CO2-Ausstoß? Ich habe mal von 1,9% gehört. Im Übrigen ist es beim Klimaschutz wie überall: Was andere tun ist zweitrangig. Jeder sollte letztendlich mit sich im Reinen sein.

    • ich 20.09.2019, 21:53 Uhr

      @ Lars: So sinnse halt die Braunen. Es gibt für die nur ein tatsächliches Problem: Die Andern, am besten Minderheiten. Sorros wird die Welt umvolken und mit Chemtrails vergiften (warum dann erst umvolken?). na ja, die Braunen halt.

  • 23 Pendeln ist Scheisse 20.09.2019, 13:43 Uhr

    Unternehmen die ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten anbieten, sparen CO2, da Autoabgase eingespart werden können. Dazu Kosten für die Betriebsimmobilien und Heizkosten. Dezentralisierung schafft dazu noch motivierte Mitarbeiter.

  • 22 Sabine 20.09.2019, 11:48 Uhr

    ich finde es gut das jetzt mehr gemacht wird für den Klimaschutz. Was ich nicht gut finde ist der wilde Aktionismus der seit neuestem um sich greift. Die Politik hat es jahrelang verpennt, und jetzt muss von heute alles anders werden? Ich muss jeden Tag 45 km pendeln, da ich mir am Arbeitsplatz keine Wohnung leisten kann. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln brauche ich 2 Stunden einfach mit 5x umsteigen (wenn die Bahnen/Busse pünktlich sind). Schafft dementsprechende Rahmenbedingungen und dann ändert was am Straßenverkehr. Und Worte wie Sabotage finde ich gesetzeswidrig! Da ist mal schnell Gefahr für das Leben der anderen mit drin. Aber die Verursacher haben dann mit Sicherheit nicht den Arsch in der Hose dann zu Ihren Fehlern zu stehen.

  • 21 DrZock 20.09.2019, 10:44 Uhr

    Haben die alle Ihr Hirn abgegeben? Sind das alles nur Sozialschmarotzer oder wie verdienen die Ihr Geld?

    Antworten (4)
    • Hallo! 20.09.2019, 10:55 Uhr

      Einfach mal Zeitung lesen oder Nachrichten sehen. Für die Demos heute haben ganze Unternehmen zugemacht, damit die ArbeitnehmerInnen teilnehmen können (nicht müssen!). Sind also wohl nicht nur Sozialschmarotzer. Zudem müssten Sie erst einmal definieren was ein Sozialschmarotzer für Sie überhaupt ist. Und möglicherweise benutzen diejenigen, die hier demonstrieren wollen ihr Hirn auch einfach zum denken. Es ist nämlich sehr wohl möglich, dass zwei Menschen zu völlig unterschiedlichen Ansichten kommen, wenn sie über das selbe Nachdenken. Also nicht jeder der meiner oder Ihrer Meinung ist hat sein Hirn abgegeben. Wichtig wäre es, dass man dann vielleicht mal miteinander spricht. Dafür sollte man allerdings etwas höflichere Umgangsformen pflegen.

    • Basti 20.09.2019, 11:22 Uhr

      @Hallo!: Sie haben mit Ihrer Behauptung, dass einige Unternehmen geschlossen bleiben um für den Umweltschutz zu demonstrieren. In dem oben genannten Artikel geht es jedoch um die Sperrung der Autobahn. Da passt Ihr Kommentar jetzt nicht ganz rein. Natürlich wird protestiert, natürlich darf auch protestiert werden. Nur halt nicht auf der Autobahn!

    • Karin Müller, Düsseldorf 20.09.2019, 12:42 Uhr

      Ihrer Abhandlung kann ich nur zustimmen. Ich war im hohen Alter arbeitslos, unverschuldet. Neue Arbeit in ca. 100 km gefunden. Mit dem öffentlichen Nahverkehr eine Strecke 3 Stunden, mit dem Auto 1 Stunde. Keine Zeit für Demos, Geld für Klamotten und Essen ranschleppen. Heute kann man nicht mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

    • Hallo! 20.09.2019, 14:10 Uhr

      @Basti Es ging doch in dem "Kommentar" von DrZock darum, wer da demonstriert. Und das sind eben auch ganz normale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. @Karin Müller Wäre ein Umzug keine mögliche Alternative? Ist nur eine ernstgemeinte Frage, die natürlich aus familiären Gründen auch verneint werden kann. Es gibt aber auch Pendler, die weit auf das Land ziehen, weil sie sich da ein richtig großes Haus leisten können und die dann über die Pendelei jammern. Was ich gerne mal ausgerechnet haben würde: Wenn alle auf ihre privaten Autos verzichten und von dem, was sie für ihr Auto ausgeben (inklusive Anschaffung), die Hälfte in eine Topf tun, aus dem dann der ÖPNV finanziert wird. Wäre das ggf. schon genug, um einen attraktiven und gut getakteten Nahverkehr zu finanzieren? Die andere Hälfte des eingesparten Geldes stünde dann bspw. für Carsharing oder Mietauto bei Bedarf (Urlaub, Großeinkauf) zur Verfügung. Das Ergebnis ist natürlich offen, aber interessant.

  • 20 ratterad 20.09.2019, 08:44 Uhr

    Das wäre echt eine verdammte Zumutung für die arbeitende Schicht. Was soll dieser hirnverbrannte Blödsinn, Autobahnen zu besetzen?....es reicht doch schon vollkommen, wenn die Städte lahmgelegt werden !!! Eine autofreie Welt wird es niemals geben, schon gar nicht von heute auf morgen....was sollen denn all die Pendler machen?...gleich auf der Maloche pennen oder was? Und sowas wird derzeit auch noch von nahezu Parteien unterstützt.....weil die Stimmen flöten gegangen sind.

    Antworten (2)
    • Hallo! 20.09.2019, 10:49 Uhr

      Ich finde es wirklich immer befremdlich, dass es für viele erst dann wirklich schlimm wird, wenn der Autoverkehr behindert wird. Fußgänger oder Radfahrer, das geht ja noch, aber Auto, das geht gar nicht. Wenn da eine Demo am Autobahnkreuz stattfinden würde, dann würde das Kreuz eben für eine Zeit gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Passiert so dauernd. Immer dann, wenn es wieder - wegen des vielen Verkehrs - einen schweren Unfall gegeben hat; LKW umgekippt etc. Wenn das hingenommen und akzeptiert werden kann, dann sollte das doch auch mal an einem Tag für einen friedlichen Protest für eine befristete Zeit nicht so ein Problem sein. Hier wird in vielen Beiträgen ein Fass aufgemacht, als stünde der Weltuntergang bevor.

    • ich 20.09.2019, 22:06 Uhr

      Echtes malocher Geschwurbel. Alleine "arbeitende Schicht". Guten Morgen Hr. ratterad, ich Arbeite auch! Da müsste man soweit unten anfangen, das lohnt nicht

  • 19 anna bella 20.09.2019, 08:02 Uhr

    Ich bin echt enttäuscht von den Klimaschützern. Das ist eine Zumutung für die arbeitende Bevölkerung. Wer zahlt die Renten-Kranken- Pflegeversicherungsbeiträge an diesem TAG? NICHT die Demonstranten. Was soll der kopflose Blödsinn: " Autofreie Welt" Was macht der Pendler? Die sollten lieber eine Schaufel in die Hand nehmen und die Bahnstrecken ins Umland schaufeln als eine ganze Stadt wirtschaftlich lahm zu legen. Und sowas wird auch noch von Parteien unterstützt. Gutes Gelingen - ich hoffe die scheitern.

    Antworten (1)
    • ich 20.09.2019, 22:08 Uhr

      Leider vollkommen geistlos!

  • 18 T 19.09.2019, 21:17 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 17 Schweigende Mehrheit? 19.09.2019, 21:02 Uhr

    Wie wäre es eigentlich, wenn nun der Hambacher Forst blockiert würde, nämlich von allen, die der Aufassung sind, dass von dort nur unsachliche Symbolpolitik betrieben wird? Wenn es niemanden wirklich interessiert, wie Pendler ihr Ziel erreichen, dann wäre das nur legititim. Denn bei jeder Gelegenheit hat die Politik in den vergangenen Jahren darauf hingewiesen, dass Arbeitnehmer flexibel sein müssten und der Arbeit folgen sollten. Plötzlich sind nun aber die Pendler die 'Schuldigen' an dier Klimakrise. Sorry, aber irgend etwas läuft hier gewaltig falsch., es wird komplett das falsche Feindbild aufgebaut. Niemand pendelt, weil das so toll ist. Wer hat aber den Luxus, dass sein Arbeitsplatz nur 5 Km entfernt und pefekt mit dem (E-)Auto oder ÖNV zu erreichen ist? Das dürfte nur für eine Minderheit gelten. Na schön, dann sperrt mal das Keuz Köln Nord, Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt. Dieser Schuss wird komplett nach hinten losgehen, es wird Euch die letzten Symphatien kosten.

    Antworten (1)
    • Toni 19.09.2019, 21:30 Uhr

      Ja genau, die werden schon sehen, was sie davon haben.

  • 16 Hans mit gelber Weste 19.09.2019, 19:14 Uhr

    Die gelben Westen haben auch auf Autobahnen demonstriert, aber gegen eine CO2-Steuer. Obwohl da schon mal was in Flammen aufging ist die Sympathie verhältnismäßig noch immer breit. Ich kann mich an Bilder erinnern, auf denen sich die gelben Westen mit den aufgehaltenen Autofahrern gut verstanden haben. Ich vermute mal, dass die „Klimaaktivisten“ nicht mit ähnlicher Sympathie auf deutschen Autobahnen rechnen könnten; das könnte dann eher „ungemütlich“ werden. Hier gibt es auf alle Fälle Sympathie der öffentlich rechtlichen Medien für eine CO2-Steuer oder für die Vorkommnisse im Hambacher Forst, wenn auch inzwischen spürbar nicht mehr so ganz vorbehaltlos. Ich glaube nicht, dass die gelben Westen in Frankreich und Belgien großartig vorher um Erlaubnis gefragt haben.

    Antworten (2)
    • Lachnummer Westen 19.09.2019, 21:21 Uhr

      Die gelben Westen sind einfach nur Lachnummern in Deutschland, weil es NICHTS bringt.

    • Hans mit gelber Weste 19.09.2019, 23:45 Uhr

      @Lachnummer Westen, es bringt was. Sie erinnern daran, das bei der nächsten Wahl Macron die Lachnummer sein wird. Es dauert nur eine ganze Weile, bis der Wähler in Frankreich wieder gefragt ist obwohl sehr schnell deutlich wurde, Macron war die falsche Wahl. Dafür lohnt es sich auf die Straße zu gehen, für Soziale Gerechtigkeit. Wenn man sich das leisten kann wäre eine CO2-Steuer diskussionsfähig.