Schrauben gelockert: Bahn-Probleme in Köln

Schrauben gelockert: Bahn-Probleme in Köln

  • Lockere Schrauben auf Kölner Hohenzollernbrücke
  • Einschränkungen im Bahnverkehr
  • Bundespolizei ermittelt, ob Gleise manipuliert wurden

In Köln hat es am Dienstag (18.06.2019) Verspätungen im Regional- und Fernverkehr gegeben. Grund waren lockere Schrauben auf der Hohenzollernbrücke zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Köln-Deutz. Ob sich die Schrauben selbst gelöst haben oder ob sie jemand absichtlich gelockert hat, ist noch nicht klar. Die Bundespolizei hatte zunächst von vorsätzlicher Manipulation gesprochen.

Bauarbeiten in betroffenem Bereich

Nach Angaben der Bundespolizei gibt es in dem betroffenen Bereich Bauarbeiten, so dass ein Fehler von Arbeitern dazu geführt haben könnte, dass Befestigungen gelockert wurden. Dadurch sind Schienen an zwei Stellen gebrochen.

Um Hinweise auf die Ursache für die zwei Gleisbrüche zu finden, überprüft die Bundespolizei Aufnahmen von Überwachungskameras der Bahn. Die Auswertung werde aber voraussichtlich mehrere Tage dauern. Der Staatsschutz der Kölner Polizei sieht bisher keine ausreichenden Hinweise auf einen politischen Hintergrund und schaltet sich deshalb vorerst nicht in die Ermittlungen ein. Bisher gebe es keine Hinweise auf einen Anschlag.

Auch sechs ICE-Linien betroffen

Die Reparaturen im laufenden Bahnbetrieb dauern voraussichtlich bis Mittwochmorgen. Dann sollen die Züge wieder ohne Umleitung fahren. Bis dahin fährt die Linie RE6 von Düsseldorf ohne Halt bis Köln-Messe/Deutz. Richtung Düsseldorf fährt die Linie aber den regulären Weg über den Kölner Hauptbahnhof und Dormagen. Die RB38 fährt nur bis Horrem und dann wieder zurück nach Bedburg. Zudem sind sechs ICE-Linien betroffen - mit Verspätungen bis zu 20 Minuten.

Die Hohenzollernbrücke ist eine der meistbefahrenen Bahnstrecken in Deutschland.

Stand: 18.06.2019, 21:06

Kommentare zum Thema

6 Kommentare

  • 6 Sternchen64 18.06.2019, 21:35 Uhr

    Ganz schlechte Werbung für ÖPNV. Auto stehen lassen und auf Bahn umsteigen? Niemals !

  • 5 miseit 18.06.2019, 19:01 Uhr

    Ah okay? Jetzt weiß ich warum ich heute, mit vielen anderen Fahrgästen, 150 Minuten im RE 4, also genau von 10:00 bis 12:35 Uhr, auf der Strecke zwischen Wuppertal und Düsseldorf stand, denn da fehlte es auch an Ersatzteilen an der 40 Jahre alten Lok, wurde wohl auch sozialistisch umgelagert. DB in NRW voll die Katastrophe!

  • 4 Peter Baruschke 18.06.2019, 17:02 Uhr

    Überaltertes Material, mangelnde Wartung, Personalnot - gerade die RE 6 gehört nicht gerade zu den zuverlässigen Verbindungen. Die Bahn-Kunden sind Kummer gewohnt. Es wäre allerdings schön, wenn diese Ausfälle wenigstens in der Bahn-App zuverlässig angezeigt werden, damit man z.B. Anschlusszüge anders erreichen kann. Das war in diesem Fall erneut nicht der Fall!

  • 3 Kolja Opitz 18.06.2019, 16:44 Uhr

    Also so ganz genau wissen wir jetzt nicht, ob die Probleme durch Sabotage, durch fehlerhafte Arbeiten oder durch den Schrott, den die DB-Netz verwaltet, entstanden sind. Ob die in dieses Chaos Involvierten möglicherweise selbst die ein oder andere Schraube locker haben geht aus der Berichterstattung nicht hervor. Die Vasallen unserer Bananenrepublik scheinen sich aber mittlerweile ganz offensichtlich in ihrer Unfähigkeit übertrumpfen zu wollen.

  • 2 Martinus 18.06.2019, 15:47 Uhr

    @Heinzb aus nrw um 14:34 Uhr: Es wird sich zeigen, was die Ursache für diese konkrete Störung ist. Unabhängig davon stimme ich Ihnen zu: Man hat als Kunde einfach kein Vertrauen mehr in die Deutsche Bahn AG nach allem, was dieser Konzern seinen Fahrgästen seit Jahren zumutet!

  • 1 Heinzb aus nrw 18.06.2019, 14:34 Uhr

    Vielleicht nur marode Infrastruktur der Bahn - AG ,es fehlen bestimmt auch die Streckenläufer und ihre Kontrollen oder das Investieren in Material und Daseinsvorsorge . Nun auf vermutete Sabotage zu schieben ist die einfachste Lösungen , Ausfälle und Verspätungen zu begründen .

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