Bundesbeauftragter für Datenschutz verhängt Geldbußen gegen Internetanbieter

Menschliche Silhouetten und Computercode

Bundesbeauftragter für Datenschutz verhängt Geldbußen gegen Internetanbieter

Von Christian Avital

  • Geldbuße für Telekommunikationsdienstleister 1&1
  • Unternehmen soll Kundendaten unzureichend gesichert haben
  • Einführung eines neuen Authentifizierungsverfahren

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Ulrich Kelber hat den Telekommunikationsdienstleister 1&1 mit einer hohen Geldbuße belegt. Das Unternehmen aus Montabaur soll die Daten seiner Kunden unzureichend gesichert haben.

In einem weiteren Fall muss die Rapidata GmbH aus Freiburg im Breisgau eine Strafe zahlen, weil sie keinen Datenschutzbeauftragten ernannt hat.

Unzureichender Datenschutz bei Kundenhotline

Mehr als 9,5 Millionen Euro muss 1&1 zahlen, weil Anrufer bei der Kundenhotline allein schon durch die Angabe eines Namens und Geburtsdatums Informationen zu weiteren personenbezogenen Kundendaten bekommen konnten. Datenschutz ist Grundrechtsschutz, sagte der Bundesbeauftragte Ulrich Kelber in Bonn. Die verhängte Geldbuße sei ein klares Zeichen, dass die Bundesregierung diesen Grundrechtsschutz auch durchsetze.

Unternehemen kooperiert mit Bundesdatenschutzbeauftragten

1&1 mit Sitz im rheinland-pfälzischen Montabaur zeigte sich einsichtig und kooperierte umfassend mit dem Bundsdatenschutzbeauftragten. Kunden müssen ab sofort zusätzliche Angaben zu ihrer Person machen. Außerdem will das Unternehmen mit Hilfe des BfDI bald ein neues Authentifizierungsverfahren einführen.

Datenumgang weiterer Anbieter soll kontrolliert werden

In einem zweiten Fall muss der lokale Internetanbieter Rapidata aus Freiburg im Breisgau 10.000 Euro Strafe zahlen. Trotz mehrmaliger Aufforderung hatte das Unternehmen keinen betrieblichen Datenschutzbeauftragten benannt. Der BfDI nimmt aktuell auch den Datenumgang weiterer Anbieter unter die Lupe.

Stand: 09.12.2019, 14:08

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