Schlag gegen Darknet: Auch Mann aus Kleve in U-Haft

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Schlag gegen Darknet: Auch Mann aus Kleve in U-Haft

  • Zweitgrößte Handelsplattform im Darknet ausgehoben
  • Drei mutmaßliche Betreiber in U-Haft
  • Server sichergestellt

Ein 22-jähriger Mann aus Kleve soll einer der drei mutmaßlichen Betreiber des weltweit zweitgrößten illegalen Online-Marktplatzes "Wallstreet Market" sein. Die illegale Handelsplattform im sogenannten Darknet wurde kürzlich durch das BKA und das FBI ausgehoben.

Klever lebte noch bei Eltern

Der Klever soll nach dem Abitur in einer IT-Firma in Emmerich eine Ausbildung begonnen haben und lebte noch bei seinen Eltern. Ehemaligen Mitschülern zufolge sei er zwar teure Autos gefahren, sonst aber nicht protzig in Erscheinung getreten. Niemand habe etwas von seinen Geschäften im Darknet bemerkt.

Ermittler fanden Bargeld und Waffe

Unter dem Bett des 22-Jährigen aus Kleve hatte die Polizei eine halbe Million Euro Bargeld und eine Waffe gefunden. Bei den Wohnungsdurchsuchungen wurden auch Kryptowährungen (Bitcoin und Monero) im sechsstelligen Bereich, hochwertige Autos, Computer und Datenträger beschlagnahmt.

Bereits am 23. und 24. April waren ein 31-jähriger Mann aus Bad Vilbel in Hessen, ein 29-jähriger aus dem Landkreis Esslingen und der 22-jährige Klever festgenommen worden; auch ihre Wohnungen wurden durchsucht, wie Bundeskriminalamt und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitag (03.05.2019) mitteilten. Außerdem wurden die Server der Plattform "Wallstreet Market" sichergestellt.

Stand: 06.05.2019, 16:28