BSI in Bonn zur Cyber-Sicherheit auf Schiffen

Ein Schiff voll beladen mit Containern fährt übers Meer

BSI in Bonn zur Cyber-Sicherheit auf Schiffen

Ab 2021 gelten im Bereich der Seeschifffahrt neue Vorgaben für die Cyber-Sicherheit an Bord von Schiffen. Reedereien müssen sich vor Cyber-Risiken schützen. Die zuständige Berufsgenossenschaft empfiehlt dazu die IT-Grundschutz-Regeln des BSI.

Es gibt großen Nachholbedarf beim Umsetzen von IT-Sicherheitsmaßnahmen an Bord von Schiffen, genauso wie in den Reedereien an Land, sagt Arne Schönbohm, der Präsident des Bonner Bundesinstituts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dabei werde ein wesentlicher Teil des Welthandels mit Schiffen abgewickelt.

Cyber-Angriff auf Reedereien im Jahr 2017

Auch in Deutschland seien Schiffe ein wichtiger Baustein des Personen- und Güterverkehrs. Wie anfällig dieses wichtige Logistiksystem sei, hätten etwa Cyber-Angriffe im Jahr 2017 gezeigt.

Dabei wurden auch große Reedereien und andere Logistikunternehmen Opfer dieser Angriffe. Die verursachten Schäden gingen in die Millionen.

BSI entwickelte zwei IT-Grundschutz-Profile

Mit dem Regelwerk des BSI seien nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Cyber-Sicherheit in der Seeschifffahrt nachhaltig verbessert wird. Die Behörde hat in den vergangenen Jahren bereits zwei IT-Grundschutz-Profile veröffentlicht, die sich mit der Cyber-Sicherheit im Schiffsverkehr befassen.

Diese Profile sollen als eine Art Schablone dienen für Reedereien und andere Institutionen mit vergleichbaren Rahmenbedingungen. Damit sei der erste Schritt zur flächendeckenden Mindestabsicherung für Land- und Schiffsbetrieb in Bezug auf die Cyber-Sicherheit getan, so das BSI.

Stand: 08.09.2020, 15:57