Cyber-Gipfel in Bonn gestartet

Eröffnung des Cyber Security Tech Summits im World Conference Center in Bonn.

Cyber-Gipfel in Bonn gestartet

Von Jörg Sauerwein

  • 55 Milliarden Euro Schaden durch Datenspionage oder Erpressung
  • Täglich rund 390.000 neue Varianten von Schadprogrammen im Netz
  • Hacking und Cybersicherheit nach wie vor Tabuthemen

Die Anzahl der Cyber-Attacken steigt nach Expertenaussagen mit jedem Monat, und die Angriffe werden immer raffinierter. In Bonn beschäftigt sich die Sicherheitskonferenz Cyber Security Tech Summit Europe am Mittwoch und Donnerstag (13. und 14.03.2019) deshalb mit der Frage, wie Wirtschaft und Gesellschaft den Hackern und ihren Cyberangriffen trotzdem erfolgreich entgegentreten können. Experten aus unterschiedlichsten Bereichen diskutieren und tauschen sich zwei Tage lang im World Conference Center Bonn aus.

"Cyber-Krieg" richtet Schaden von 55 Milliarden Euro an

Es herrsche längst Krieg im Cyber-Raum, so Telekom-Chef Tim Höttges zum Start des Cyber-Gipfels in Bonn. Und dieser Krieg richte derzeit Schäden von mehr als 55 Milliarden Euro allein in Deutschland an, zum Beispiel durch Datenspionage oder Erpressung - Tendenz deutlich steigend. Opfer sind sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen.

Es gebe schon jetzt eine besorgniserregende Sicherheitslage, sagte Arne Schönbohm, der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Täglich tauchen rund 390.000 neue Varianten von Schadprogrammen im Netz auf.

Vernetzte Geräte bieten größere Angriffsfläche für Hacker

Künftig werde das Risiko, Opfer einer Cyberattacke zu werden, sogar noch stärker wachsen, warnen die Experten. Denn immer mehr Geräte sowohl in der Wirtschaft als auch im privaten Alltag werden vernetzt und damit immer verletzlicher. Deshalb müsse sich eine "Armee der Guten" formieren und stärker gemeinsam aktiv werden, damit die Chancen der Digitalisierung in Zukunft nicht gefährdet werden.

Hackerangriffe dürfen kein Tabuthema sein

Wenn Hacker erfolgreich in Systeme eindringen, sollten Unternehmen das nicht mehr als Tabuthema ansehen und schweigen, sondern sich mit anderen darüber austauschen, damit entsprechende Sicherheitslücken schneller geschlossen werden können. Gleichzeitig warnen sie, dass sich sowohl private Anwender als auch viele Unternehmen immer noch nicht ausreichend mit dem Thema Cybersicherheit beschäftigen.

Aufgebauschter Datendiebstahl?

WDR 5 Töne, Texte, Bilder - Interviews 12.01.2019 05:51 Min. Verfügbar bis 11.01.2020 WDR 5

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Stand: 13.03.2019, 14:41