Weitere Cum-Ex-Anklage

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Weitere Cum-Ex-Anklage

Im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Komplex steht dem Bonner Landgericht ein weiteres Großverfahren bevor.

Die 12. große Wirtschaftsstrafkammer hat die Anklage gegen einen mutmaßlichen Hauptdrahtzieher des möglicherweise größten deutschen Steuerskandals zugelassen. Der angeklagte Anwalt soll einen Schaden von 278 Millionen Euro angerichtet haben.

In Schweiz lebender Anwalt angeklagt

Laut Bonner Landgericht wurde heute auch ein europaweiter Haftbefehl gegen den in der Schweiz lebenden Anwalt erlassen. Er gilt als einer der Architekten des Steuerkarussells Cum-Ex.

Druck auf die Schweiz

WDR 5 Politikum - Gespräch 20.10.2020 05:40 Min. Verfügbar bis 20.10.2021 WDR 5


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Zwischen den Jahren 2007 und 2013 soll er sich laut Landgericht Bonn mit mehreren Mittätern der besonders schweren Steuerhinterziehung schuldig gemacht haben. Dabei soll er eine Bank zur Aufnahme von Cum-Ex-Geschäften bewogen und zum Teil gutgläubige Investoren akquiriert haben.

Der Steueranwalt muss sich zudem vor dem Wiesbadener Landgericht verantworten. Auch dort besteht ein Haftbefehl.

Es geht um einen angeblichen Schaden in Höhe von 113 Millionen Euro.

Prozessbeginn coronabedingt verschoben

Wegen der Corona-Pandemie ist der Prozessbeginn aber gerade erst erneut verschoben worden. Der Cum-Ex-Komplex gilt als der vermutlich größte Steuerbetrug in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Zahlreiche mutmaßliche Täter sollen sich Erstattungen von nie gezahlten Steuern erschlichen haben. Der Steueranwalt hatte die Geschäfte stets als legal bezeichnet. 

Stand: 26.01.2021, 15:20