CSD in Köln - Tausende feierten die Parade

Stand: 29.08.2021, 18:30 Uhr

Obwohl es die ganze Zeit geregnet hat, standen während der CSD Parade tausende Menschen an der Wegstrecke. Viele waren von weit her angereist, um bei der Cologne Pride dabei zu sein.

Für Menschenrechte. Viele. Gemeinsam. Stark“ ist auch in diesem Jahr das Motto der Cologne Pride. „Wir finden es in diesem Jahr wichtiger denn je, darauf aufmerksam zu machen, wie sehr die Rechte von queeren Menschen eingeschränkt sind, bei uns in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas“, erklärt Pressesprecher Hugo Winkels.

Konkret fordert der Kölner Lesben-und Schwulentag, dass zum Beispiel die Antidiskriminierungs-und Aufklärungsarbeit an Schulen finanziert werden soll und dass alle Formen von so genannten Regenbogenfamilien anerkannt und auch abgesichert werden. Außerdem will man nicht hinnehmen, dass es so genannte „LGBTIQ*- freie Zonen“ gibt.

Eindrücke vom CSD in Köln

Mit Regenbogenfahnen und Plakaten haben die Teilnehmer des CSD gegen Queer-Feindlichkeit und mehr Akzeptanz für die LGBTIQ Community demonstriert. So haben sie die Parade erlebt.

Mehrere Menschen tragen eine große Regenbogen-Flagge. Sie sind von hinten fotografiert.

Premiere am Kölner Rheinufer. Viele Tausend Menschen kamen in diesem Jahr zur Demonstration, die wegen Corona nicht durch die Innenstadt führte.

Premiere am Kölner Rheinufer. Viele Tausend Menschen kamen in diesem Jahr zur Demonstration, die wegen Corona nicht durch die Innenstadt führte.

Über 300 km sind Jessica, Alex und Patricia gefahren, um mit dabei zu sein. Die Parade wollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen - trotz des Regens.

Köln zeigt sich bunt: Viele Teilnehmer haben sich große Mühe mit ihren Outfits gegeben. Aus der Kölner Südstadt ging es für die CSD Demo über die Brücke auf die andere Rheinseite ins Kölner Stadtviertel Deutz.

Obwohl bei der Cologne Pride dieses Jahr durch die Coronabeschränkungen einiges anders war - gefeiert werden konnte trotzdem. Auch das Sicherheitskonzept im CSD-Veedel an der Köln Arena sei aufgegangen, sagt Vorstandsmitglied Martin Hommel. Mehr als 12.000 Menschen wären nie gleichzeitig auf der großen Fläche gewesen

Die Pride sieht sich als Ort für alle Menschen. Vielen ist trotzdem wichtig, dass die politischen Forderungen dabei nicht vergessen werden.

Um die knapp hundert Organisationen, Vereine und Gruppen haben bei der Demonstration mitgemacht. Diese sechs sind extra aus Berlin angereist - gute Entscheidung sagen sie.

Mehr Sichtbarkeit und weniger Diskriminierung der LGBTQI*-Szene in der Schule - dafür demonstrierte die GEW NRW.

Ronny war dieses Jahr das erste Mal dabei.

Simon und Benedikt kommen regelmässig zur Parade nach Köln - und sind froh, dass der CSD dieses Jahr wieder stattfinden konnte - trotz Corona.

Die Demonstration der Kölner Pride steht im Zeichen der Forderungen nach gleichen Rechten für die LGBTQI*-Community. Das fordern auch die Kölner Studierenden mit ihrem Wagen.

Auch die Zuschauer der Parade haben sich vom Wetter nicht schrecken lassen und sind glücklich über die tolle Stimmung.

Tausende Besucher trotz Regen

In Köln feiern tausende Menschen heute (29.08.2021) die Christopher-Street-Day-Parade.

In Köln feiern tausende Menschen die Christopher-Street-Day-Parade.

Begleitet von zahlreichen Regenbogenfahnen und bunten Luftballons war die Parade des CSD am Sonntagmittag bei Regen pünktlich gestartet. In diesem Jahr führte sie coronabedingt am Rhein entlang und nicht durch die enge Altstadt. „Wir haben uns bewusst für diese Strecke entschieden, da wir so zu allen Seiten viel mehr Platz haben und nicht durch die engen Straßen der Innenstadt ziehen“, erklärt Uwe Weiler. Für die Teilnehmer an der Demonstration galten die 3 G.

Regenbogenfahnen als Zeichen für Solidarität

Claudia Roth spricht auf der Christopher-Street-Day-Parade in Köln ins Mikrofon

Claudia Roth spricht auf der Christopher-Street-Day-Parade in Köln ins Mikrofon.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat in ihrem Grußwort zu Beginn der Demonstration für mehr Zusammenhalt und Akzeptanz in der Gesellschaft von allen Lebens- und Liebesformen appelliert. Die Regenbogenfahne sei eine Symbol für die internationale Solidarität mit queeren Menschen, die in ihren Heimatländern diskriminiert werden.

Bei der Abschlusskundgebung lenkte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth ihren Blick nach Afghanistan: "Ich denke es geht euch allen wie mir, natürlich denken wir an die Menschen in Afghanistan, die dem Terror ausgeliefert sind und diese Tragödie, macht mich unglaublich wütend, aber wir versprechen, wir vergessen sie nicht die Frauen die Kinder die LGBTIQ Community."

CSD-Veedel rund um die Köln Arena

Die Parade endete an der Köln Arena. Am Endpunkt war ein „CSD-Veedel“ errichtet worden. Auf der 25.000 Quadratmeter großen Außenfläche gab es neben der Hauptbühne eine Pick-Nick-Wiese, einen Biergarten und viele Infostände. Dabei wären nie mehr als 12.000 Menschen gleichzeitig auf der großen Fläche rund um die Arena gewesen. Das Sicherheitskonzept im Veedel sei aufgegangen, sagt Vorstandsmitglied Martin Hommel.